Theater Purkersdorf wird pompös. Schauspieler trainieren mit Gummiband und in Stöckelschuhen. Aufwendig ist die Maske.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 13. September 2019 (11:56)

„Die Proben laufen wunderbar“, freut sich Regisseur Michael Köck. Die Darsteller vom Theater Purkersdorf bringen heuer „Ein Käfig voller Narren“ auf die Bühne. Ein lang gehegter Wunsch von Köck. Aber das Stück sei bislang für Laienbühnen gesperrt gewesen. Seit März feilen die Darsteller an Wortwitz und Doppeldeutigkeiten. „Die müssen richtig rüberkommen. Und es kommt auf die Authentizität an. Auch das Timing muss stimmen“, so Köck, dem es wichtig war, dass die Drag-Queen-Szene herausgearbeitet wird. Das Stück sei kein glatter Klamauk, „das Publikum wird aber durchgehend gut unterhalten“.

Begonnen wurde einmal wöchentlich mit den Proben, derzeit wird zwei Mal wöchentlich für zwei bis drei Stunden geübt. „Und vor der Premiere treffen wir uns bis zu drei Mal pro Woche.“ Wichtig sei aber, dass einen Tag vor der Premiere eine Pause eingelegt werde. „Wie bei einem Marathon sind die Darsteller dann austrainiert und bekommen durch die Pause noch mehr Lust sich dem Publikum zu präsentieren“, ist der Regisseur überzeugt.

13 Darsteller sind mit dabei, besonders herausfordernd ist das Stück für die Hauptdarsteller Werner Pleischl als Georges und Helmut Tschellnig als Albin. „Sie sind fast durchgehend auf der Bühne“, weiß Köck, der sich über die tolle Besetzung freut. Neben Pleischl und Tschellnig spielen auch Harald Wolkerstorfer, Herbert Schwarz und Walter Jaksch mit.

„Auch in Stöckelschuhen wird trainiert“

Was neben dem Text auch geübt wird, ist der weibliche Gang. „Die Hüftbewegung einer Frau ist ganz anders. Wir haben mit Gummibändern um den Kniekehlen gearbeitet und auch in Stöckelschuhen wird trainiert“, verrät Köck. Dazu kommt noch die aufwendige Maske, für die sich Bethy Kniep sogar Tipps bei einem echten Travestie-Theater geholt hat. „Jetzt wissen wir, wie man bei Männern Augenbrauen weg schminkt“, schmunzelt der Regisseur. Pompös sind auch die Kostüme, vor allem jene, die im Varieté getragen werden. „Die werden von Traude Eibner besonders opulent gestaltet“, meint der Regisseur.

Premiere:

Freitag, 18. Oktober, 19.30 Uhr

Weitere Termine:

Samstag, 19. Oktober, 19.30 Uhr

Sonntag, 20. Oktober, 18 Uhr

Freitag, 25. Oktober, 19.30 Uhr

Samstag, 26. Oktober, 19.30 Uhr

Sonntag, 27. Oktober, 18 Uhr

Donnerstag, 31. Oktober, 19.30 Uhr

Freitag, 1. November, 19.30 Uhr

Samstag, 2. November, 19.30 Uhr

Gespielt wird im Stadtsaal Purkersdorf .

Zum Inhalt:

Das homosexuelle Paar Georges, der Besitzer eines Drag Queen Nachtclubs und sein Freund Albin werden mit der Hochzeit des Sohnes von Georges, Laurent, konfrontiert. Dessen Verlobte Muriel ist nur ausgerechnet die Tochter eines erzkonservativen Politikers, welcher die Eltern des Schwiegersohns kennenlernen möchte. Um dem Glück von Laurent nicht im Weg zu stehen, versucht Georges sein Leben zu verändern.