Pressbaumer war Aug in Aug mit dem Adler. Auf Burg Landskron konnte Manfred Langer Bekanntschaft mit einem Steinadler machen und unter Mithilfe des Falkners mit ihm arbeiten.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 12. Juli 2020 (06:11)
Manfred Langer in der „Adlerarena“ auf Burg Landskron. Dort machte er einen Workshop beim Falkner. privat
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Manfred Langer interessiert sich seit vielen Jahren für Vögel im Allgemeinen und die Falknerei im Speziellen. Die „Adlerarena“ auf Burg Landskron ist ein beliebtes Ausflugsziel von Langer und seiner Frau. So kam es nicht von ungefähr, dass ihn seine Familie mit einem ganz besonderen Geschenk zum Geburtstag überraschte. Langer besuchte einen Einzelworkshop bei dem Falkenmeister Franz Schüttelkopf.

Der Workshop startete mit dem Kennenlernen eines Steinadlers. Dazu trug dieser einen Kopfschutz, um nicht abgelenkt oder unruhig zu werden. Langer sollte den Adler ruhig tragen, damit er sich an ihn gewöhnen konnte.

„Mich fasziniert die Harmonie zwischen dem Falkner und seinem Vogel.“Manfred Langer

Weiter ging es mit Übungsflügen und Landungen. Dabei wird dem Adler mit dem Zeigen von Futter ein Anreiz gesetzt. Danach geht die Person mit dem Rücken zum Adler weg, simuliert so die Flucht, und streckt nach ein paar Metern den Arm mit dem Futter aus. Der Adler „jagt“ seine Beute, landet am ausgestreckten Arm und verspeist seine Belohnung.

„Mich fasziniert die Harmonie zwischen dem Falkner und seinem Vogel. Vögel verzeihen keine Fehler. Wenn die Arbeit gut funktioniert, entsteht eine sehr innige Beziehung“, erklärt der Pressbaumer.

Die Greifvogelwarte auf Burg Landskron wurde 1983 von den Falknern Franz Schüttelkopf und Michael Holzfeind gegründet. Schüttelkopf leitet auch die Pflege- und Auffangstation der „Adlerarena“ und wirkt seit Jahren bei zahlreichen internationalen Naturdokumentationen mit. Überdies gibt es eine enge Zusammenarbeit mit Schutzprogrammen, um vom Aussterben bedrohte Arten wieder nachzuzüchten.

90 Greifvögel und Eulen leben auf Burg Landskron und können bei den Flugschauen beobachtet werden. Der sibirische Uhu hat es Langer besonders angetan. Der Uhu zählt zur weltweit größten Eulenart und ist ein lautloser Jäger. Möglich macht das sein Federkleid. Es ist besonders weich und dick, an den Rändern der Flügel gezackt und sorgt für lautloses Gleiten.