Helmut Tschellnig tanzt gerne aus der Reihe. Schauspieler und Extremsportler Helmut Tschellnig macht es nichts aus, dass er überall auffällt wie ein bunter Hund.

Von NÖN Redaktion. Erstellt am 25. April 2019 (03:07)
Reuter
„Die Farbe Schwarz und Haarbürsten meide ich“, verriet Helmut Tschellnig Martina Reuter im Fashiontalk.

Styleexpertin Martina Reuter traf den Stadtschauspieler, Kabaretteur und leidenschaftlichen Wüstenläufer Helmut Tschellnig zum Fashiontalk. „Diese drei Titel kennt keiner, ich darf mich aber so nennen, weil mich das beschreibt. Ich bin seit Jahren Kabaretteur und Schauspieler und habe meine große Leidenschaft gefunden: Wüstenläufe“, erklärt der Purkersdorfer.

Angefangen hat alles als Sänger der Austropop-Band Schüttelfrost. Nach vielen Jahren im Außendienst mit Anzug und Krawatte krempelte der Blondschopf seine Leben um, ließ sich die Haare wachsen, tauschte Businesslook gegen Extremsportmontur und begann 280 Kilometer quer durch die Wüsten dieser Welt zu laufen.

"Meine Haare sind mein Markenzeichen, seit Jahren habe ich sie nicht mehr geschnitten"

„Ich bin extrem ich weiß, aber das bin ich einfach. Meine Haare sind mein Markenzeichen, seit Jahren habe ich sie nicht mehr geschnitten. Manchmal schneide ich mir selbst mit einer Nagelschere die Spitzen, das war’s. Ich bürste die Haare auch nur kurz vor der Wäsche. Das passiert alle vier Tage. Zuhause, wenn mich niemand sieht, dann stecke ich mir auch mal die Haare hoch, so würde ich aber niemals aus dem Haus gehen“, lacht Helmut.

„Früher hatte ich kurze Haare, vielen hat das gefallen, nur mir nicht. Bis heute versucht speziell meine Mutter, mich mit einer Schmerzensgeldzahlung dazu zu überreden, mir endlich die Haare zu schneiden, leider vergeblich“, schmunzelt er.

Die Farbe Schwarz hat er komplett aus seinem Leben verbannt, seine Mode besteht ausschließlich aus Postklamotten in Gelb und Blau. „Ich steh total auf Farben, ich besitze einen einzigen Anzug, den ich aber nie anziehe. Ich fühle mich damit überhaupt nicht wohl, ich trage ausschließlich Sportschuhe und Funktionsgewand. Ich besitze kein Auto, habe dafür aber einige Bikes. Das Radln ist meine zweite Leidenschaft neben dem Laufen. Entweder ich fahre Rad oder ich laufe. So komme ich auch überall hin“, erklärt der 64-jährige gebürtige Gablitzer.

„Mittlerweile nennt man mich in diesen Kreisen den ‚Wüsten Rocker‘ "

Bei seinen Wüstenläufen, die er übrigens alle auf seinen Rücken in Form von Logos tätowiert hat, wird er oft wieder erkannt. Seine lange Mähne ist sein Markenzeichen geworden. „Mittlerweile nennt man mich in diesen Kreisen den ‚Wüsten Rocker‘, die Läufe sind international, da falle ich schon gerne mal aus der Reihe mit meinem Look“, lacht Helmut.

Im Moment probt er fleißig für das Sommertheater. Ab Mitte Juni spielt er den Räuber Hotzenplotz im Steinbruch. „Es ist ein Kinderstück. Ich liebe es sehr, mit Nachwuchstalenten auf der Bühne zu stehen“, verriet er.

Das Fazit der Modeexpertin: „Ein bunter Paradiesvogel, der nicht nur unheimlich fit, sondern auch unheimlich kreativ ist. Helmut ist der beste Beweis, dass man sich modisch ausleben sollte, wenn man das Bedürfnis hat. Denn dann passt so ein wilder Style auch perfekt.“