Purkersdorf

Erstellt am 12. August 2018, 05:58

Johanna Mikl-Leitner: „In Purkersdorf trage ich Dirndl“. Die Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat viel zu sagen – auch über das Thema Mode, im Talk mit Martina Reuter.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner hat auch über Mode eine ausgeprägte Meinung. Diese tat sie Martina Reuter im NÖN-Modetalk kund.  |  Straubinger

Das gibt es auch nicht alle Tage im sehr abwechslungsreichen Leben von Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner. Frühmorgens tummelt sich ein Team, bestehend aus Purkersdorfern, in ihrem Büro und bereitet alles für einen Modetalk vor. Die mächtigste Frau des Landes steht NÖN-Modeexpertin Martina Reuter Rede und Antwort. Mit im Gepäck hat Reuter auch das Film-Team von Illuminati, rund um Stefan Tauber und Ramon Rigoni. Und schon geht es los.

„Ich trage meine Outfits so lange, bis sie an mir zerfallen, das kann Jahre dauernd, ich ziehe sie einfach zu gerne an“, zeigt sich Johanna Mikl-Leitner in einem ersten Statement bescheiden über die schwere Trennung von Lieblingssachen. Sehr oft werde sie zu Mode und Styling nicht gefragt, „doch ich kann sehr viel dazu sagen“, ist Mikl-Leitner durchaus modebewusst. Martina Reuter will es genau wissen: Hat die Politikerin und Landeshauptfrau von Niederösterreich Stylisten um sich, ja oder nein? Ganz klare Antwort: „Nein“.

„Ich weiß, man sieht mich sehr oft in Kleidern, aber privat liebe ich kurze Hosen. Die sind bequem, einfach und urgemütlich.“ Johanna Mikl-Leitner

„Ich bin gerne Frau und liebe tolle Kleider, die toll aussehen und auch kaschieren“ schmunzelt die Landeshauptfrau. „Ich gehe selbst einkaufen, immer in Geschäfte, niemals online“, so Mikl-Leitner. Die Mutter zweier Töchter, 13 und 17 Jahre, hat im Moment viel mit Style und Looks zu tun, bei zwei Teenagern zu Hause.

Sie lässt sich gern im Geschäft beraten, ihr Kleiderschrank ist natürlich sehr groß, zum Leidwesen ihres Mannes Andreas, der bald die Leitung der Direktion des Universitätsklinikums Tulln übernimmt. Mikl-Leitner achtet immer auf Farbe, von cremeweiß bis bunt. Hintergrund: „Da ich oft mit Männern in dunklen Anzügen fotografiert werde, steche ich gerne mit Farbe optisch heraus“, weiß sie über fototechnische Strategien.

Johanna Mikl-Leitner erhielt in ihrem Büro Besuch aus Purkersdorf. Modeexpertin Martina Reuter bat zum Modetalk, während Ramon Rigoni (l.) und Stefan Tauber die Kameraarbeiten machten.  |  Reuter

Mikl-Leitner ist mit ihrer Zwillingsschwester Cornelia sehr eng verbunden aufgewachsen, bis sie 18 Jahre alt waren. „Wir hatten auch immer das Gleiche an. Auch heute kaufe ich noch für meine Schwester mit ein, wir haben beide denselben Geschmack, nur ich habe eine Konfektionsgröße kleiner“ lacht sie. Für große Auftritte habe sie immer viele Kleider im Kofferraum. Es könne durchaus vorkommen, dass sie sich mehrmals am Tag umziehe. Die Farben wählt sich nach Geschmack aus, „nicht nach politischem Signal“, so die Landeshauptfrau.

Brille oder keine Brille? Das ist hier die Frage

Vor allem bei Schmuck gehe ihr Herz auf. „Niemals ohne“ lautet ihr Motto. Ohrringe und Ketten trägt sie am liebsten. „Meine Haarfarbe hat sich auch in der letzten Zeit verändert: von dunkelbraun auf blond. Das liegt aber eher am ständigen Nachfärben, helle Haarfarbe ist einfacher für mich“ erzählt die Politikern.

Abendkleider mit Glitzer sind auch immer ein Highlight, davon gerne viel und oft. „Champagnertöne trage ich sehr gerne, sind weiblich und heben mich immer gut von den vielen Herren in dunklen Anzügen ab“, schmunzelt sie.

Die Landeshauptfrau ist oft mit und manchmal auch ohne Brille zu sehen. „Ja, ich habe eine Brille, die ich nur zum Lesen brauche, und eine Sonnenbrille, aber nicht als Mode-Accessoire, wie es viele doch machen“, erzählt sie. Im Sommer ist ihr die Brille einfach zu viel, da wechselt sie dann gerne auf Kontaktlinsen.

„Ich weiß, man sieht mich sehr oft in Kleidern, aber privat liebe ich kurze Hosen: bequem, einfach und urgemütlich“, gesteht Mikl-Leitner. Sport sei natürlich wichtig bei dem Job. Sie geht oft walken in ihrer Heimatstadt Klosterneuburg und ist dort stets aktiv unterwegs. Da sieht man sie natürlich auch oft in Sportmode.

„Jedes Mal, wenn ich nach Purkersdorf komme, bin ich sofort in Urlaubsstimmung."

Für Purkersdorf hat Mikl-Leitner auch ein eigenes Moderezept. „Jedes Mal, wenn ich nach Purkersdorf komme, bin ich sofort in Urlaubsstimmung. Da trag’ ich dann gerne Dirndl. Das passt einfach. Und ganz ehrlich, jede Frau sieht im Dirndl einfach hübsch aus. Damit ist man sofort gut angezogen“, ist sie begeistert. Davon habe sie auch einige im Schrank.

„Zum Thema Make-up kann ich nicht viel sagen, außer: maximal fünf Minuten darf es dauern. Da habe ich aber Make-up, Wimperntusche, Lidstrich und Lippen gemacht. Als zweifache Mama muss es auch hier immer schnell gehen“, verrät sie.

NÖN-Modeexpertin Martina Reuter bilanziert: Eine tolle, sehr ehrliche Frau mit gutem Geschmack, der echt ist und nicht – wie so oft – von anderen kommt.