Laabacher Schenke ist wieder "fit für die Zukunft". Die Familie Schleichl hat ihren Betrieb umgebaut. Neben Fassade, Fenster und Türen gibt es auch ein neues Dach.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 23. Juni 2019 (03:53)
privat
Das Dach des Hauses wurde frische saniert und hat auch nun eine Photovoltaikanlage, die den Betrieb mit Energie versorgt.

Ein Ausflug mit dem Fahrrad, oder marschieren mit den Wanderstöcken in der Hand, die Familie Schleichl bietet bei der Laabacher Schenke immer ein gemütliches Platzerl für eine Pause. Ein Teil des Gebäudes wurde bereits im Jahr 1060 erwähnt. Im 18. Jahrhundert wurden an dieser Stelle noch Kohlenmeiler erzeugt. Die Kohle wurde nach Wien geliefert. Erst im Jahr 1972 wurde ein kleiner Heurigenbetrieb eröffnet.

Seit einiger Zeit erstrahlt das Haus nach dem Ortsende von Gablitz Richtung Riederberg in neurm Glanz.

„Es ist die größte Renovierung des Gebäudes, seit der Gastronomiebetrieb eröffnet wurde“, erzählt Walter Schleichl. Der Familie war es auch wichtig, dass hauptsächlich regionale Firmen den Zuschlag für den Umbau bekommen. Für einige war der Auftrag zu groß, trotzdem wurde es möglich gemacht, zu einem großen Teil lokale Unternehmen zu beauftragen.

Trenker
Auch kulturell ist bei Walter (l.) und Monika Schleichl einiges los. Kürzlich waren Reinhold Bilgeri (2. v. l.) und Heini Altbart zu Gast.

Eine große Herausforderung war das Dach, auf dem sich nun auch eine Photovoltaikanlage befindet. Diese Arbeiten hat Zeljko Petrovic übernommen. „Für uns gehörte das zu den größeren Aufträgen und die Schwierigkeit war, alle Arbeitsabläufe aufeinander abzustimmen, weil viele unterschiedliche Komponenten zu verbinden waren.“

Insgesamt dauerten die Arbeiten ungefähr ein Jahr an. Dabei wurden Fassade, Fenster, Türen erneuert sowie die Beleuchtungssysteme auf LED umgestellt. Das Dach war aber in einer Woche erledigt. Dabei geht es um 1.300 m 2 . „In sechs Tagen war alles erledigt“, freut sich Schleichl über den raschen Vorgang der Dachsanierung. Wichtig war auch, dass die neue Fassade der Umgebung angepasst ist. „Unser Haus steht mitten in der Natur und auch die neue Gestaltung soll sich dort einfügen“, sagt Schleichl über die Pläne zur Umgestaltung.

Der Gastronomiebetrieb spart dabei über 100 Tonnen an CO 2 ein. „Das Warmwasser kommt von der Sonne. Die Heizkosten können wir auch um 60 Prozent reduzieren“, erzählt Schleichl über die auch wirtschaftlichen Vorteile. Denn ohne diese Maßnahmen wäre vielleicht ein weiterer lokaler Gastronomiebetrieb wirtschaftlich nicht mehr zu betreiben gewesen.

„Die Grundkosten sind immer weiter gestiegen. Im Altbestand wären wir nicht mehr überlebensfähig gewesen“, sagt Walter Schleichl über den Beweggrund zum größten Umbauprojekt seit dem Bestehen des Hauses in Laabach. „Wir sind nun jetzt wieder fit für die Zukunft“, so Schleichl.