Waldbrand beim „Kaiserbründl“ als Herausforderung. Kameraden von neun Feuerwehren rückten in Wald beim „Kaiserbründl“ aus. Feuerwehr warnt vor erhöhter Brandgefahr.

Von Beate Riedl. Erstellt am 08. April 2020 (04:33)
Die Kameraden mussten das Feuer auf einer Fläche von rund 3.000 m² unter Kontrolle bringen.
FF Pressbaum

Nach dem Waldbrand am Sonntag in Rekawinkel schrillten am Montagnachmittag erneut die Alarmglocken. Diesmal rückten die Feuerwehren Pressbaum, Rekawinkel, Tullnerbach, Wolfsgraben, Steinbach, Purkersdorf, Laab im Walde, Rappoltenkirchen und Irenental mit rund 100 Kameraden erneut zu einem Waldbrand im Gebiet Kaiserbründl/Pfalzberg aus. Es galt ein Feuer auf einer Fläche von rund 3.000 m² unter Kontrolle zu bringen.

Knapp 100 Einsatzkräfte rückten am Montagnachmittag zum Waldbrand in Pressbaum aus.
NOEN

Speziell geländegängige Fahrzeuge, unter anderem Unimogs und Pinzgauer, waren von den Feuerwehren im Einsatz, da der Einsatzort in unwegsamen Gelände lag. Die Kameraden mussten ihre Löschgeräte mehr als einen Kilometer zu Fuß zum Brandherd schleppen. Das Löschwasser – rund 95.000 Liter – wurde dann über eine rund zwei Kilometer lange Schlauchleitung zum Einsatzort gepumpt. „Während der Brandbekämpfung stürzten durch den starken Wind immer wieder morsche Bäume um und gefährdeten die Einsatzkräfte“, berichtet die Feuerwehr über den Einsatz.

Am späteren Nachmittag konnte aber schlussendlich Brandaus gegeben werden. Verbleibende Glutnester wurden im Anschluss noch aufgespürt und ebenfalls gelöscht. Auch die Rettung war vor Ort, um für die medizinische Sicherheit der Einsatzkräfte zu sorgen, ebenso die Polizei zur Ermittlung der Brandursache. Diese ist allerdings unbekannt, wie auch Abschnittskommandant Viktor Weinzinger weiß.

Waldbrandgefahr ist derzeit sehr hoch

Im Zuge des Einsatzes informiert die Feuerwehr: „Bitte verzichten Sie momentan auf jede brandgefährliche Tätigkeit in Wald und Waldnähe und nehmen Sie Ihren Müll zum Entsorgen wieder nach Hause.“ Denn der Wald ist durch die wochenlange, trockene Phase ausgetrocknet. Ein kleiner Funke genügt, um Wiesen, Felder oder Wälder in Brand zu setzen. „Ich appelliere an alle: „Es ist wirklich staubtrocken, passen Sie auf!“, so Weinzinger.