Yogakurse statt süßer Mehlspeisen in Tullnerbach. Clio Hollborn bietet in der ehemaligen Konditorei Kiesling Yoga und vieles mehr an.

Von Nadja Büchler. Erstellt am 27. September 2020 (03:42)
Architektin Astrid Wessely und Clio Hollborn nahmen gemeinsam den Umbau in Angringriff. Der Schriftzug auf der Hauswand inspirierte Clio Hollborn für die Namenswahl ihrer „Yogakonditorei“.
Nadja Büchler

Der „Sweet Spirit“ der Yogakonditorei ist beim Eintritt ins Gebäude in zweierlei Hinsicht sofort spür- und sichtbar. Einerseits befinden sich im ehemaligen Verkaufsraum der damaligen Konditorei Kiesling einige Erinnerungsstücke wie die alte Verkaufstheke, Küchenmöbel oder Geschirr. Zweitens ist da Hausherrin Clio Hollborn, die strahlend ihre Besucher in Empfang nimmt. Im Frühling 2019 hat sie das Haus, nachdem es ein Jahr leer stand, gekauft und für den Umbau die Gablitzer Architektin Astrid Wessely ins Boot geholt. „Ich habe mir schon sehr lange ein Haus im Grünen zum Arbeiten und Wohnen gewünscht. Gut erreichbar sollte es für meine Kunden auch sein. Ich dachte, so etwas finde ich nie“, bekräftigt Hollborn ihre Freude über diesen Glücksfall.

„Ich habe mir schon sehr lange ein Haus im Grünen zum Arbeiten und Wohnen gewünscht"

Hollborn und Wessely kennen einander seit zwölf Jahren, und für Hollborn war von Anfang an klar, mit Wessely den Umbau zu planen. „Astrid ist eine tolle Architektin. Sie kann sehr gut zuhören und versucht nicht, ihren Kunden etwas einzureden“, erklärt sie ihre Entscheidung.

Die geborene Tirolerin Astrid Wessely lebt seit 2003 in Gablitz, ist seit nunmehr 13 Jahren selbstständig und betreibt ein Büro für ganzheitliches Planen in Purkersdorf. Biologisches Bauen mit Massivholz und Sanierungen sind ihr Steckenpferd. „Einen gesunden und qualitativ hochwertigen Wohnraum zu schaffen, der leistbar ist, das ist meine Vision“, ist Wessely von der Wichtigkeit der Ökologie im Wohnbau und der Städte- und Ortsplanung überzeugt.

„Im Garten und im Wohnbereich gibt es noch einiges zu tun. Ich mache sehr viel selbst und brauche daher auch mehr Zeit dafür“

Die Zusammenarbeit der Architektin mit Hollborn war von Klarheit bei den Anforderungen und dem zur Verfügung stehenden Budget geprägt. Im Erdgeschoß wurden Wände und die Stiege ins Obergeschoß entfernt. Jetzt bietet ein großer, heller Kursraum genug Platz für die Yogastunden und weitere geplante Angebote. Der Wohnbereich im ersten Stock ist über eine Außenstiege erreichbar und eine Holzterrasse für beide Geschosse lädt zum Aufenthalt im Freien ein. „Der große Vorteil einer Sanierung ist die Möglichkeit, die Umbauphasen an das Budget anpassen zu können“, meint Wessely. Im Haus der ehemaligen Konditorei wird es noch einige Umbauphasen geben. „Der Umbau des Erdgeschosses war mir am wichtigsten“, erzählt Hollborn. „Im Garten und im Wohnbereich gibt es noch einiges zu tun. Ich mache sehr viel selbst und brauche daher auch mehr Zeit dafür.“

Der neue Kursraum bietet den Kursteilnehmern ein behagliches Ambiente und genug Platz für weitere Nutzungsmöglichkeiten. Nähere Infos unter „www.dieyogakonditorei.at“.