Die Geschichte der Noten: Einstein war Musterschüler. Heimatmuseum bietet spannenden Einblick in die Welt der Zeugnisse.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 22. Mai 2019 (03:12)
Trenker
Manuela Dundler-Strasser, Michael Cech, Museums-Kustodin Renate Grimmlinger, Helmut Tschellnig, Brigitte Ziehrer, Karin Sampl, und Eva Novotny bei der Eröffnung der Sonderausstellung.

Das Heimatmuseum hat eine neue Ausstellung, bei der so ziemlich jeder mitreden kann, denn ein Zeugnis hatte jeder in den Händen. Die Noten von eins bis fünf sind allen ein Begriff. Jedoch wird dieses Bewertungssystem nicht überall eingesetzt.

Generell definiert sich eine Schulnote so: „Eine Schulnote ist eine Leistungsbeurteilung von Schülern in einer Schule. Die Schulnote soll den aktuellen Leistungsstand eines Schülers in einem Bereich widerspiegeln.“

Museums-Kustodin Renate Grimmlinger erklärt die Geschichte der Notengebung und einige Kuriositäten dazu.

Heimatmuseum Gablitz
Heimatmuseum Gablitz

Zu Beginn der Schulpflicht im Jahr 1774 unter Maria Theresia gab es lediglich ein dreistufiges Bewertungssystem in „gut“, „mittel“ und „schlecht“. In weiterer Folge wurde das Schulsystem immer weiter reformiert. Mädchen wurden dabei aber erst nach und nach berücksichtigt. 1872 durften sie zwar maturieren, waren aber nicht zu einem Hochschulstudium zugelassen. 1918 wurde dann die bis heute gültige Schulreform unter Otto Glöckel umgesetzt. „Jedes Kind, egal welchen Geschlechts oder sozialer Lage sollte eine optimale Bildung erhalten“, hieß es in der Reform.

Eva Novotny und Brigitte Ziehrer haben die Kustodin bei der Gestaltung der Sonderausstellung unterstützt. Einblick in die heutige Situation gaben dabei die Direktorin der Volksschule, Karin Sampl, und Bildungsgemeinderätin, die gleichzeitig auch Volksschullehrerin ist, Manuela Dundler-Strasser.

„Viele Menschen wissen aber nicht, dass im sechsstelligen Notensystem die „sechs“ nicht als schlechteste, sondern als beste Note gilt“

Österreich ist im internationalen Vergleich eines der wenigen Länder , in dem beim Notensystem von eins bis fünf, eins die beste und fünf die schlechteste Note ist. Renate Grimmlinger erwähnt dabei das Beispiel eines der berühmtesten Physikers, Albert Einstein. Ihm wurde nachgesagt, dass ausgerechnet er im Physikunterricht nicht der allerbeste war.

„Viele Menschen wissen aber nicht, dass im sechsstelligen Notensystem die „sechs“ nicht als schlechteste, sondern als beste Note gilt“, informiert Renate Grimmlinger. Also wird Nobelpreisträger Albert Einstein zu Unrecht seit Jahren als schlechter Schüler dargestellt.

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