Wolfsgrabner Floristin Anna Hösch holte sich den Bundessieg

Erstellt am 21. Juni 2022 | 10:19
Lesezeit: 3 Min
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Bundesinnungsmeister David Hertl (l.) und Landesinnungsmeister Thomas Kaltenböck (als Beethoven) (r.) gratulierten Anna Hösch zum Bundessieg in der Kategorie Urnenschmuck.
Foto: WKO NÖ
Mit ihrem Urnenschmuck konnte sich Anna Hösch den Sieg beim Bundeswettbewerb der Floristenlehrlinge sichern.

Über einen tollen Erfolg beim Bundeswettbewerb der Floristenlehrlinge durfte sich Anna Hösch aus Wolfsgraben freuen. Mit ihrem Gesteck konnte sie die Jury überzeugen und belegte den ersten Platz in der Kategorie Urnenschmuck.

Damit setzte sie sich gegen 21 Konkurrentinnen und Konkurrenten aus acht Bundesländern durch. Die Nachwuchsfloristin hatte sich mit dem Sieg im Landesbewerb für den Bundesentscheid qualifiziert.

Von Kondolenzstrauß bis Hochzeitsarbeit

Beim Bundesbewerb waren das ganze Können und der während der Lehrjahre angehäufte Erfahrungsschatz gefragt. Insgesamt vier Werkstücke fertigte Anna Hösch beim zweitägigen Bewerb an.

„Am ersten Tag waren die Aufgaben zum einen einen Kondolenzstrauß zu binden und zum anderen eine Hochzeitsarbeit anzufertigen. Am Tag zwei folgten der Urnenschmuck und die Themenarbeit“, erzählt Anna Hösch im Gespräch mit der NÖN.

Höschs Urnenschmuck ist saisonal und regional. „Die Gräser dafür sammelte ich in Wolfsgraben“, beschreibt Anna Hösch ihr Siegerwerkstück. Weiters enthält es Mohn sowie Alium – letzteren auch in der gezüchteten Variante. „Es geht dabei schließlich um die Optik.“ In Summe ist das Kunstwerk ein Ausschnitt einer Wiese, so wie sie im Monat Juni blüht. Damit holte Hösch den Bundessieg.

Der Lehrlingswettbewerb fand unter dem Motto „my Beethoven bloomt“ statt und stand ganz im Zeichen des Komponisten. Bei der Themenarbeit ließ Hösch deshalb auch das zentrale Testimonial des Bundesbewerbs, Ludwig van Beethoven, als lebensgroßen Menschen aus einem überdimensionalen Smartphone herausschauen. Zudem kreierte die junge Floristin das Logo eines bekannten Social-Media-Kanals aus einer ausgewählten Fülle von Rosen, Nelken, Hortensien und Schleierkraut.

„Es ist wichtig, sich Ziele zu stecken“

Die Teilnahme und die Erfolge bei Landes- und Bundesbewerb habe sie noch stärker motiviert ihre Ziele zu verfolgen. „Es ist wichtig, sich Ziele zu stecken und diese mit aller Kraft zu verfolgen. Es ist einfach toll, etwas zu schaffen.“ Die Bewerbe hätten ihr zudem eine neue Perspektive eröffnet. „Ich sehe meine Arbeit mit anderen Augen. Das war ein richtiger Ego-Booster“, ist die Nachwuchsfloristin überzeugt.

Die 20-jährige Wolfsgrabnerin hat seit März dieses Jahres ausgelernt und ist bei der Blumeninsel von Irene Riedel in Tullnerbach beschäftigt. Die Lehrabschlussprüfung wird die ausgezeichnete Nachwuchsfloristin im kommenden August ablegen. „Das ist mein nächstes großes Ziel.“