Erwin Kiennast schreibt die Musik zu Robin Hood

Erstellt am 22. Juni 2022 | 05:35
Lesezeit: 3 Min
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Erwin Kiennast mit Sheriff Roman Gregory und Partnerin Wilma Nestelberger. Sie freuen sich auf die Premiere für das Robin Hood-Musical am 16. Juli in Winzendorf.
Foto: Birgit Kindler
Der Gablitzer komponiert die Musik für das Musical in Winzendorf. Auf eine Mischung zwischen Rammstein und Game of Thrones dürfen sich die Besucher freuen, verspricht er.

19 Nummern – insgesamt 56 Minuten reine Musik – hat Erwin Kiennast schon fertig, jetzt geht es in die Mischung. Der Gablitzer schreibt die Musik für das Robin-Hood-Musical im Steinbruch in Winzendorf (Bezirk Wiener Neustadt). Nur noch die Zwischenmusik fehlt, die macht Kiennast dann aber direkt vor Ort. Premiere für das Musical ist am Samstag, 16. Juli.

Bei seinen Kompositionen waren Kiennast vor allem die Grautöne ein Anliegen. „Nur, dass das Gute siegt, ist mir ein bisschen zu wenig. Es soll über die Räubergeschichte hinaus gehen“, meint der Gablitzer. Wichtig sei es, auch andere Meinungen zu akzeptieren. „Die Balance zwischen Gut und Böse zu halten ist die Herausforderung“, so Kiennast über seine Lieder für das Musical.

„Roman Gregory hat gemeint, wenn du dabei bist, dann mach‘ ich es.“ Über den Alkbottle-Mastermind, der im Stück als Sheriff dabei ist

Dass er die Musik für Robin Hood beisteuert, hat sich über Fritz Schindlecker ergeben, der Tullner fungiert als Autor des Stückes. „Wir kennen uns schon seit einiger Zeit und ich schätze ihn sehr, also habe ich gemeint, probieren wir es miteinander‘“, so Kiennast, der pro Tag eine Nummer schreibt und diese dann mit dem Autor durchgeht. „Wichtig ist mir, dass die Lieder nicht primitiv sind, die Leute aber mitpfeifen können“ meint er.

Auf der Bühne bei Robin Hood stehen übrigens Protagonisten wie Roman Gregory als Sheriff oder Missy May in der Rolle der Marian. Diese sind über Kiennast zum Musical gekommen.

„Gregory ist ja nicht unbedingt im Musical-Fach angesiedelt und Winzendorf verbindet man ja auch überwiegend mit den Winnetou-Festspielen. Er hat aber gemeint, wenn du dabei bist, dann mach‘ ich es“, erzählt Kiennast. Die Rolle des Robin Hood übernimmt übrigens Christian Funk.

Auf die Besucher wartet ein emotionelles und kraftvolles Action-Musical mit vielen Stunts – eine Mischung zwischen Rammstein und Game of Thrones. So etwas in der Art gibt es sonst nur im Disneyland, verspricht Kiennast.

Das Stück wird zwei Jahre laufen. „So haben wir die Möglichkeit, auch nachzubessern, wenn etwas nicht so läuft, wie wir uns das vorgestellt haben“, sagt der Gablitzer. Es ist übrigens schon das vierte Musical, dass er komponiert hat. Vor einigen Jahren hat er beispielsweise gemeinsam mit Gabriel Barylli, der als Autor fungierte, ein Musical gestaltet.

Aber nicht nur mit dem Musical ist er beschäftigt. Demnächst warten auch wieder Aufträge für Universum, diesmal in der Antarktis. Und auch Zeit für Urlaub soll bald sein. Um neue Ideen zu entwickeln, sieht sich Kiennast beispielsweise ein Festwochenprogramm an. Wichtig ist ihm, auch seine Geschichte zu erzählen.

„In fast jedem Stoff kann man sich wiederfinden. Reine Auftragsarbeiten mache ich deshalb gar nicht mehr, denn man muss mit dem Herzen dabei sein“, meint Kiennast.