„Theater-Wahnsinn“ in Purkersdorf. Kammerschauspielerin Ulli Fessl trägt witzige Anekdoten von Kollegen vor und wird dabei musikalisch begleitet.

Von Martin Gruber-Dorninger. Erstellt am 26. April 2019 (04:31)
Gruber-Dorninger
Maria-Anna Pleischl (l.) und Ernst Grossmannorganisieren einen musischen Vormittag mit Angelika Ortner, und Ulli Fessl.

Endlich ist wieder Sonntag. Das denkt sich in Purkersdorf wohl jeder arbeitende Mensch. Manch einer denkt sich dieses Mal aber in doppelter Hinsicht, denn ein weiterer Höhepunkt des musischen Vormittags steht auf dem Programm. Kammerschauspielerin Ulli Fessl liest selbst zusammengetragene Anekdoten aus der „wahnsinnigen Theaterwelt“ vor. Unterstützt wird sie am Klavier von Angelika Ortner.

„Ich habe am Theater schon alles erlebt. Eine Drehbühne ist zusammengebrochen, der Vorhang blieb stecken. Und einmal ging der Vorhang auf und ich stand ohne Requisiten da“, schildert Fessl einige Situationen, die sie am eigenen Leib erlebt hat. Und warum wahnsinnig? – Das erklärt Fessl so: „Als vor einer Premiere alles wild aufgescheucht und nervös umherirrte, saß Alma Seidler ruhig in einer Ecke und lächelte. Als sie darauf angesprochen wurde, soll sie geantwortet haben: ,Das ist das Lächeln des Wahnsinns’“. Am Sonntag jedoch stehen Anekdoten solcher Hoppalas von Merz, Qualtinger, Kästner oder Loriot auf dem Programm. „Eineinhalb Stunden ohne Pause erwarten das Publikum“, verspricht Ortner.