Hochwasserschutz: Pfalzau ist Problemzone. Unwetter werden immer heftiger und hinterlassen ihre Spuren. Nun ist die Stadtgemeinde gefragt, Maßnahmen gegen Überschwemmungen einzuleiten.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 13. Februar 2019 (05:02)
Stadtgemeinde
Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Wirtschaftshofdirektor Manfred Hebenstreit bei der neuralgischen Stelle.

An den 2. Mai 2018 können sich viele noch gut erinnern. Ein Unwetter ungeahnten Ausmaßes entlud sich über der Region. Die Feuerwehrmitglieder erinnern sich, weil sie im Dauereinsatz waren an diesem Abend und auch an den Folgetagen. Die Betreiber des Pressbaumer Strandbades erinnern sich, weil das am Vortag eröffnete Bad wegen der Schäden für kurze Zeit wieder schließen musste. Die Bewohner vor allem in der Pfalzau erinnern sich an Überflutungen.

„Wir haben festgestellt, dass solche Extremwetterbedingungen in den letzten Jahren zugenommen haben"

Engelkreuz ist dabei eine neuralgische Stelle, die immer wieder von Überflutungen betroffen ist. „Erstmalig war auch die Kreuzung bei der Pfalzbergstraße betroffen“, sagt Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner. Die Problematik ist Folgende: Treibgut wird durch das Regenwasser weggespült, was zu Verklausungen führt. Dadurch entstehen diese Überflutungen.

privat
Die Auffahrt zur Pfalzbergstraße am 2. Mai 2018.

„Wir haben festgestellt, dass solche Extremwetterbedingungen in den letzten Jahren zugenommen haben. Es bilden sich oft zwei bis drei Wetterzellen auf einmal“, stellt Schmidl-Haberleitner fest. So ist nun Handlungsbedarf bei der Gemeinde gefragt. Der Katastrophenschutz hat dabei eine eindeutige Empfehlung abgegeben: Rückhaltebecken. „Damit könnte das Wasser aufgespiegelt und abgespiegelt werden“, sagt Schmidl-Haberleitner.

Schutz der Bevölkerung steht im Vordergrund

Die Kosten dafür würden sich auf zehn Millionen Euro belaufen. Projekte wie das Feuerwehrhaus und Rückhaltebecken sind jedoch jene, die vorgezogen werden. „Da geht es um den Schutz der Bevölkerung“, so Schmidl-Haberleitner. Die Pfalzau ist in dem Bereich jedoch nicht die einzige Problemzone. Auch in der Fünkhgasse gibt es Überschwemmungen. „Hier kommt das Wasser vom Bihaberberg. Dort werden wir auch Schutzmaßnahmen setzen und Fangnetze errichten“, sagt Schmidl-Haberleitner zu den zukünftigen Maßnahmen.