Pressbaum

Erstellt am 13. Juli 2018, 05:31

von Marlene Trenker

Von der Schlafstadt zur Aktivstadt. Die Stadterneuerung ist auf Schiene. Nun haben die Arbeitsgruppen ihre Ideen gesammelt und ein Konzept verfasst.

Daniel Brüll, Vizebürgermeister Alfred Gruber, Bürgermeister Josef Schmidl-Haberleitner und Vizebürgermeisterin Irene Wallner-Hofhansl im Stadtsaal.  |  NOEN, Trenker

Die erste Etappe wäre schon mal geschafft. Nach dem Startschuss mit Rekordbeteiligung haben sich Arbeitsgruppen gebildet. Schließlich wissen die Bürger selbst am besten, was die Stadt benötigt und sollen somit ein Gesamtkonzept erstellen. Diese Gruppen wurden in für Pressbaum relevante Themenfelder unterteilt: Ortskernbelebung, Mobilität, Kultur und Bildung, Generationen und Soziales sowie Kooperation.

Die Handlungsziele für die Zentrumsbelebung und Wirtschaft wurden klar festgesetzt. Die Belebung des Ortskerns soll direkt mit der wirtschaftlichen Weiterentwicklung der Stadtgemeinde einhergehen. Dafür sollen Konzepte erstellt werden, wie freistehende Geschäftsflächen genutzt werden können.

Ein wichtiges Ziel ist es, Pressbaum für Betriebe attraktiver zu gestalten, um mehr Arbeitsplätze vor Ort schaffen zu können. Dieses Thema ist naturgemäß auch mit Verkehr und Mobilität im Zentrum verbunden.

Diese Arbeitsgruppe hat sich zum Ziel gesetzt, bis 2025 den Verkehr stark zu reduzieren. Gelingen soll dies durch den Ausbau von Rad- und Fußwegen sowie durch die Verbesserung öffentlicher Anbindungen, damit die Pressbaumer das Auto stehen lassen können.

Erneuerbare Energien auf dem Vormarsch

Schließlich steckt da auch der Umweltgedanke dahinter. Hier lautet das Schlagwort für die Zukunft: „Pressbaum ist nachhaltig energieautark“. Öffentliche Gebäude sollen in den nächsten zehn Jahren zur Gänze mit erneuerbaren Energien versorgt werden. Auch private Haushalte sollen dazu ermutigt werden, auf erneuerbare Energien umzusteigen oder eine Sanierung in Betracht ziehen, um den Energieverbrauch zu verringern.

Es soll sich jedoch nicht nur die Stadt, sondern auch die Menschen in der Stadt weiterentwickeln. Pressbaum will sich dabei vom Stigma der „Schlafstadt“ befreien. Eine Jugendkulturszene, die Leben in die Stadt bringt und ein breites Veranstaltungsangebot, das alle in Pressbaum erreicht, sollen dabei unterstützen und die Gemeinde zur „Aktivstadt“ machen. „Aktiv“ sollen die Bewohner auch in anderer Hinsicht werden. Mit öffentlich zugänglichen Sportstätten könnte die Freizeit vielfältiger gestaltet werden.

In den nächsten vier Jahren steht nun die projektbezogene Planung auf dem Programm. Danach folgt die Evaluierung. Ein Stadterneuerungsbeirat sorgt dafür, dass alles in die richtige Richtung läuft. Dieser ist eng verbunden mit der Prozessbegleitung, Verwaltung, Politik sowie den fünf Arbeitskreisen.