Purkersdorf

Erstellt am 09. März 2018, 05:32

von Martin Gruber-Dorninger

Andi Kirnberger: Nach der Wahl ist vor der Wahl. Andi Kirnberger trat für die VP bei der Landtagswahl an. Nun analysiert er das Ergebnis und blickt auf die Gemeinderatswahl.

ÖVP-Purkersdorf-Obmann Andreas Kirnberger ist mit dem Wahlausgang zufrieden und freut sich über 1.098 Vorzugsstimmen.  |  NOEN, Gruber-Dorninger

Andreas Kirnberger stieg für die ÖVP erstmals in den Ring, der da hieß Niederösterreichische Landtagswahl. Er holte im Wahlkreis 1.098 Vorzugsstimmen. Etwas über ein Monat nach der Wahl ist es für ihn an der Zeit zu analysieren und erste Schlüsse zu ziehen. Diese teilt er nun der NÖN mit.

„Ja, ich bin mit dem Ergebnis wirklich zufrieden. Ich bin das erste Mal angetreten und dafür ist es schon beachtlich“, sagt Kirnberger, der auch das Wahlergebnis in Purkersdorf anspricht. Da hat die ÖVP die Wahl mit 37,69 Prozent vor der SPÖ mit 30,04 Prozent gewonnen. Im Vergleich zur letzten Landtagswahl verlor die ÖVP allerdings fast sechs Prozent, die SPÖ hingegen legte um rund zehn Prozent zu. Ein Grund dafür wird im großen Engagement von Bürgermeister Karl Schlögl im Landtagswahlkampf gesehen.

„Der Wahlkampf war sehr intensiv. Und es war schon eine Herausforderung, auf Anhieb an vierter Stelle der Wahlkreisliste zu kandidieren“

„Natürlich macht es einen Unterschied, wenn Schlögl nicht, wie beim letzten Mal eine Wahlempfehlung für Erwin Pröll ausspricht, sondern sich für den SPÖ-Kandidaten Franz Schnabl engagiert“, sieht hier auch Kirnberger den Grund. Die Erfahrungen, die er nun während des Wahlkampfes gewonnen hat, wird er auch in die nächsten Wahlen mitnehmen. „Der Wahlkampf war sehr intensiv. Und es war schon eine Herausforderung, auf Anhieb an vierter Stelle der Wahlkreisliste zu kandidieren“, blickt Kirnberger zurück. Puncto Vorzugsstimmen musste er nur Doris Schmidl, Martin Michalitsch und Markus Krempl-Spörk den Vortritt lassen. Schmidl und Michalitsch schafften für den Wahlkreis für die ÖVP den Sprung in den Landtag.

Rückenwind für Gemeinderatswahl

„Aber fast 1.1000 Vorzugsstimmen sind schon ein wirklich gutes Ergebnis. Damit hat wohl niemand gerechnet“, sieht sich Kirnberger auf dem richtigen Weg und verspürt Rückenwind, den er auch für den Gemeinderatswahlkampf mitnehmen will. Kirnberger wird als Bürgermeisterkandidat antreten. „Sofern mich die Gremien der Partei als solchen auch bestätigen“, hofft Kirnberger weiter auf Unterstützung. Hier sind die Ziele der Purkersdorfer ÖVP sehr hoch gesteckt. „Wir wollen den Bürgermeister zurück, wenn Karl Schlögl nicht mehr antreten sollte“, sieht Kirnberger großes Potenzial. Die Weichen in der Stadt-ÖVP seien jedenfalls dafür gestellt. Denn sowohl bei den ÖVP-Frauen und auch der ÖVP-Jugend habe es personelle Auffrischungen gegeben.

Ansonsten bezeichnet er die Situation im Purkersdorfer Gemeinderat als konstruktiv. „Wir arbeiten sehr gut mit der SPÖ zusammen. Wichtige Entscheidungen werden ohne Parteipolitik getroffen. Wir sehen uns als Ideengeber“, ist Kirnberger mit dieser Rolle vorerst zufrieden.