Anrainer setzen sich für Tempolimit ein. Anrainer der Wiener Straße in Purkersdorf sprechen sich für geringere Geschwindigkeiten und bauliche Maßnahmen aus.

Von Melanie Baumgartner. Erstellt am 03. Dezember 2020 (03:16)
Die Wiener Straße lädt zum Schnell-Fahren ein. Anrainer fordern Entschärfung, eventuell durch bauliche Maßnahmen.
NÖN

Erstmals fand die Ideenschmiede der ÖVP, organisiert von Thomas Kasper, Gemeinderat für Umwelt und Verkehr, und Christoph Ritter, Gemeinderat für Verkehr, Bildung und Digitalisierung, online via Videokonferenz statt. Ein Schwerpunkt wurde dieses Mal auf das Gebiet Wiener Straße / Sanatorium gelegt. Ziel ist es, die Wünsche und Bedürfnisse aus der Bevölkerung zu sammeln, um diese anschließend in die politische Diskussion miteinbringen zu können.

Ein wesentlicher Aspekt war, die Geschwindigkeitsbegrenzung in der Wiener Straße zu verringern. „Für viele Kinder ist das ein Schulweg, der muss sicher sein. Der Weg über die Ampel ist relativ gefährlich, da übersehen einige Autofahrer die rote Ampel. Außerdem ist der Gehsteig zum Teil sehr schmal“, äußert etwa eine Anrainerin ihre Bedenken.

„Für viele Kinder ist das ein Schulweg, der muss sicher sein"

Für eine Reduktion der Geschwindigkeit an allen Ortseinfahrten hat sich bereits der Gemeinderat im Sommer einstimmig ausgesprochen. „Ob das allerdings umsetzbar ist, muss mit der Bezirkshauptmannschaft geklärt werden“, fügt Ritter hinzu.

Auch über etwaige bauliche Maßnahmen wurde im Zuge der Online-Veranstaltung diskutiert. „Die Infrastruktur, sprich zwei Spuren in jede Fahrtrichtung, lädt zum Schnell-Fahren ein“, wirft ein Zuhörer ein. Ein zweiter ergänzt: „Wir brauchen Alternativen. Der öffentliche Verkehr muss attraktiver gemacht werden, um die Leute zum Umsteigen und auch Umdenken zu bewegen. Eine mögliche Idee wäre etwa ein Schnellbus von Gablitz oder Purkersdorf nach Wien, der seine eigene Fahrspur hat.“

Weiters war der Radweg Christkindlwald Thema. Hier gab es vonseiten der Bürger die Bitte, den Weg schnellstmöglich zu sanieren. „Der Radweg ist in einem sehr schlechten Zustand.“ Laut Ritter wird bereits versucht, das Thema im zugehörigen Ausschuss einzubringen. „Generell müssen die bestehenden Radwege instand gehalten werden“, meint auch Kaspar.