Purkersdorf

Erstellt am 12. Juni 2018, 09:12

von Martin Gruber-Dorninger

Entführung wegen Fünfer erfunden. Mädchen erzählte, sie sei am Schulweg von Vermummtem überfallen worden.

Symbolbild  |  APA

Aufruhr am Montag-Vormittag in Purkersdorf: Ein Mädchen soll am Morgen von einem vermummten Mann vom Fahrrad gestoßen worden sein. Dieser soll auch noch versucht haben, das elfjährige Mädchen zu entführen. Sie hätte sich aber noch losreißen und fliehen können.

Als sich das Schulkind einem Erwachsenen anvertraute, schrillten die Alarmglocken. Sofort wurde die Exekutive eingeschaltet, die eine Fahndung nach dem mutmaßlichen Entführer einleitete.

Großfahndung wurde eingeleitet

Mehrere Polizeistreifen aus der Region waren im Einsatz, sogar Polizeihubschrauber beteiligten sich an der Suche nach dem großen Unbekannten und kreisten über der Stadt. „Das war aber zufällig, da diese gerade in der Gegend waren. Ursprünglich waren sie mit anderen Aufgaben betraut“, verrät Bürgermeister Karl Schlögl, der sich ständig auf dem neuesten Stand der Fahndung hielt.

Kurzfristig übernahm sogar das Landeskriminalamt die weiteren Ermittlungen, um den Fall rasch zu klären, was wenige Stunden später auch gelang. Dann konnte glücklicherweise Entwarnung gegeben werden: „Bei der Befragung des Mädchens hat sich herausgestellt, dass das Ganze gar nicht gestimmt hat, sie hat die Entführung erfunden“, heißt es von der Landespolizeidirektion. Das Mädchen dürfte schlechte Noten gehabt haben und wollte vermutlich mit dieser Geschichte davon ablenken.