Team Österreich Tafel: 54 Tonnen Lebensmittel verteilt. Bedürftige Menschen erhalten in Pressbaum Lebensmittel kurz vor dem Ablaufdatum.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 15. Januar 2020 (04:17)
Wochentlich sorgen verschiedene Teams für einen reibungslosen Ablauf bei der Team Österreich Tafel.
Rotes Kreuz Purkersdorf-Gablitz

Insgesamt 53.366,25 Kilo – also knapp 54 Tonnen Lebensmittel – konnten im vergangenen Jahr von der Team Österreich Tafel an bedürftige Menschen verteilt werden. Seit vier Jahren gibt es die Ausgabestelle vom Roten Kreuz Purkersdorf-Gablitz in Pressbaum. Wöchentlich werden am Samstagabend Lebensmittel, die kurz vor dem Ablaufdatum stehen, von Billa, Lidl, Spar und Hofer abgeholt und dann ausgegeben. Insgesamt wurde 4.142 Personen und 1.265 Haushalten geholfen. Die Einsatzstunden der zirka 55 ehrenamtlichen Mitarbeiter beliefen sich auf 2.022,5 Stunden. Insgesamt sorgen vier Teams, unter der Leitung der jeweiligen Tagesleiter, dafür, dass Lebensmittel rechtzeitig von den Geschäften abgeholt und im Anschluss gerecht verteilt werden.

Nur ungenießbare Ware landet in der Tonne

Viele Lebensmittel wurden auch von den umliegenden Pfarrgemeinden gesammelt und der Tafel zur Verfügung gestellt. „Für diese Aktionen über das ganze Jahr, möchten wir uns im Namen der Bezieher der Tafel sehr herzlich bedanken, da es sich hierbei um haltbare Lebensmittel, wie Öl, Reis, Mehl, Nudeln, Kaffee oder Salz handelt, die wir dann im Rahmen der Ausgabe ebenfalls verteilen können“, so Alexandra Stangl, Teamleitung der Team Österreich Tafel. In der Tonne würden nur jene Lebensmittel landen, die wirklich nicht mehr genießbar seien, wie verfaultes Obst und Gemüse oder verschimmeltes Brot.

NOEN

Unter dem Motto „Keine Lebensmittel werden verschwendet“ wird auch bei der Team Österreich Tafel dafür gesorgt, dass alle Lebensmittel gerecht an alle Bezieher verteilt werden.

Einwohner aus fünf umliegenden Gemeinden nehmen das Angebot der Tafel in Anspruch, es könnten aber mehr sein. „Es ist uns bewusst, dass die Hemmschwelle groß ist, das Angebot in Anspruch zu nehmen“, sagt Stangl. Deshalb nehme man sich Zeit für Anfragen im Vorfeld und sei immer gerne bereit, in vertraulichen Gesprächen Ängste, Fragen oder Hemmungen zu klären. „Viele Personen, die berechtigt wären, Lebensmittel zu beziehen, scheuen sich das Angebot anzunehmen. Das ist schade, denn Lebensmittel haben wir reichlich zum Vergeben“, erklärt Stangl.

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