Hoffnung für die Radfahrer in Purkersdorf. Die Radlobby schaut sich die Situation live vor Ort an und die NÖN war mit dabei.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 18. September 2019 (04:16)
Trenker
Die Teilnehmer der Beradelung durch die Radlobby vor der Abfahrt am Hauptplatz.

Im Juli wurde offiziell die Radlobby gegründet. Obmann ist Philipp Eisingerich, der das Radfahren in Purkersdorf und dessen Problematik nur all zu gut kennt. Schon bei der Auftaktveranstaltung im Stadtsaal wies er auf die größten Problemstellen in der Stadt.

Größtes Problem ist, dass es kaum Wege gibt, die nur für Radfahrer gedacht sind. Nun war eine Gruppe Radfahrer unterwegs, um die Stellen, an denen es Verbesserungsmöglichkeiten gibt, aufzuzeigen. Auch die NÖN war bei der Beradelung mit dabei. Ebenso wie Bürgermeister Stefan Steinbichler, der die Probleme kennt. „Ich fahre sehr oft mit meinen Kindern in Purkersdorf mit dem Rad“, erzählt er.

„Hier sieht man, dass hier jemand geplant hat, der nicht mit dem Fahrrad fährt“ Philipp Eisingerich über die Abstellplätze für Fahrräder beim Wienerwaldbad

Bei der Abfahrt der Teilnehmer fällt schon nach einigen Metern die erste Verbesserungsmöglichkeit auf. Gleich neben der Fleischerei Ströbel befinden sich Abstellplätze für Fahrräder. „Diese sind aber zu wenig“, merkt Eisingerich an. Außerdem sind sie in einem falschen Winkel angesetzt. Durch die abschüssige Lage in dem Bereich rollen die Räder nach dem Abstellen bergab. Positiv angemerkt wurde, dass es sich um Wiener Bügel handelt. Anders als beim neu gebauten Wienerwaldbad, wo sogenannte „Felgenkiller“ als Fahrradständer errichtet wurden. „Da sieht man, dass hier jemand geplant hat, der nicht mit dem Fahrrad fährt“, sagt Eisingerich.

NOEN
Philipp Eisingerich (r.) übergibt an Bürgermeister Stefan Steinbichler eine Liste mit Verbesserungsmöglichkeiten für Radfahrer.

Im Zentrum wird noch mehr Platz für Fahrradabstellplätze geschaffen, und zwar gegenüber der Apotheke. „Dazu kommt auch eine kleine Fahrradwerkstatt“, sagt Steinbichler zu dem neuen Projekt.

Auch die Abstellplätze beim Bahnhof waren ein Thema. Diese wurden zwar sukzessive erweitert, reichen aber nach wie vor nicht aus. Hinzu kommt, dass einige „Leichen“ zusätzliche Plätze verstellen. Weiter die Fürstenberggasse entlang wird positiv die Schwelle erwähnt, an der Radfahrer vorbeifahren könne. „Aber es besteht hier die Gefahr, mit einer aufgerissenen Tür der geparkten Autos zu kollidieren“, zeigt Eisingerich auch wieder die Nachteile auf.

Über die B44 zum einzigen Radweg, der nur für Radfahrer gedacht ist, und nicht kombi niert auch für Fußgänger ist, gibt es keine Querungsmöglichkeit. Zudem birgt der Schotter seine Gefahren.

Auch im Bereich der Volksschule und Neuen Mittelschule lauern so einige Gefahren für Radfahrer. Hier wurde für eine Art Begegnungszone plädiert, damit auch Fußgänger im Straßenverkehr gleichberechtigt sind. Zurück am Hauptplatz übergab Philipp Eisingerich eine Liste mir Verbesserungsmöglichkeiten für die Radfahrer in Purkersdorf an Bürgermeister Stefan Steinbichler. Dieser versprach die Sachverhalte in das neue Verkehrskonzept einfließen zu lassen.