Die Vielfalt der Arten. Spezielle Woche soll ein wichtiges Thema ins Gewissen rufen.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 19. Mai 2019 (04:05)
Trenker
Gerhard Stoschka, Benno Karner, Naturpark-Chefin Gabriela Orosel, Stadtrat Harald Wolkerstorfer und Barbara Hlavka-de Martin auf der Feihlerhöhe, wo gemäht wird.

Eine Million Tierarten sind vom Aussterben bedroht. Die Woche der Artenvielfalt will auf diese dramatische Thematik aufmerksam machen. Biosphärenpark und der Naturpark Purkersdorf beteiligt sich jedes Jahr an dieser Aktion. Auf dem Programm stehen viele Veranstaltungen.

Diese erstrecken sich vom Mähen auf der Feihlerhöhe in Purkersdorf bis hin zum Waldbaden in Pressbaum. Die Feihlerhöhe gehört zu den schönsten Flecken der Stadtgemeinde Purkersdorf. Im Jahr 2011 wurde gerodet und es entstand eine Streuobstwiese. Dort ist auch die Heimat von mittlerweile zehn Bienenvölkern. Für die Tiere ist die Naturwiese ein echtes Paradies. Was viele nicht wissen: Das Mähen mit der Sense ist sehr viel effektiver als mit einem Rasenmäher. Deswegen wird am 24. und 25. Mai gezeigt, wie das Mähen mit der Sense auch richtig funktioniert.

„Der Wald tut uns gut, das spüren wir intuitiv. Es kommunizieren die Pflanzen untereinander und mit unserem Immunsystem“ Pädagogin Michaela Köttler

Der Naturpark bietet auch nähere Infos über Fledermäuse. Zu späterer Stunde, wenn es schon finster ist, machen sich Interessierte auf den Weg, um die Tiere zu beobachten.

Wolfgang Schruf
Dieser Moschusbock ist ein ganz besonders prächtiger Vertreter unserer Insektenfauna. Diese und mehr Tierarten gilt es zu entdecken und vor allem zu erhalten.

Am 22. Mai beteiligt sich die Sonderschule am Aktionstag, der in ganz Österreich stattfindet.

Seit 2017 engagieren sich die österreichischen Naturpark-Schulen und -Kindergärten mit einem bundesweiten Aktionstag und setzen damit ein gemeinsames Zeichen zum „Internationalen Tag der biologischen Vielfalt“. Heuer ist das Motto „Landschaften voller Tonkünstler“. Während des Stationsbetriebes werden die Schüler im Bereich Werken gemeinsam unter der Leitung der Naturpark-Schule von Matthias Hesse verschiedene Instrumente zum Thema anfertigen.

Waldbaden in Pressbaum

In eine ganz andere Richtung geht es dann am 25. Mai mit Michaela Köttler. Sie ist unter andrem Biologin, zertifizierte Kräuterpädagogin, Waldgesundheitstrainerin und noch vieles mehr. Köttler entführt die Teilnehmer in die Welt des Waldbadens. In Japan gilt dies bereits als wissenschaftliche Methode. „Der Wald tut uns gut, das spüren wir intuitiv. Es kommunizieren die Pflanzen untereinander und mit unserem Immunsystem - dadurch werden unsere Widerstandskräfte gestärkt. Ein Spaziergang im Grünen hellt die Stimmung auf“, erzählt Köttler.

Außerdem wird „Wyda“ mit einbezogen. „Das ist das Yoga der Kelten“, weiß Köttler genauere Details. Naturbezogene
Achtsamkeitsübungen warten ebenfalls auf die Teilnehmer des Kurses.