Harald Pollak: „Blutspende kann Menschen helfen“. Harald Pollak hat die seltene Blutgruppe A negativ. Dass er Blut spendet „ist eine Selbstverständlichkeit“.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 12. August 2020 (04:04)
Harald Pollak geht regelmäßig zum Blutspenden. Im Bild mit Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann, Michael Kubalek und Alexander Klakocer.Gruber-Dorninger
Archiv/Martin

Wie viele andere „Blutspender-Karrieren“ hat auch jene von Harald Pollak begonnen. Der Mauerbacher hat zum ersten Mal beim Bundesheer sein Blut gespendet. „Am Donnerstag war Blutspendeaktion, dafür durften wir am Freitag heimgehen. Da habe ich natürlich teilgenommen“, berichtet Pollak über die Anfänge des Blutspendens. Sieben Jahre lang war er im Heeresdienst. „Da sind dann schon mal einige Blutspenden zusammengekommen“, erzählt er. Cirka 130 Mal hat er in seinem Leben bereits Blut gespendet. „Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit. Ich kann Menschen helfen und außerdem wird mein Blut kontrolliert“, meint Pollak, der auch Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Mauerbach ist.

Oft wird er auch angerufen und um eine Blutspende gebeten. Der Grund: Er hat die doch eher seltene Blutgruppe A negativ. „Die kommt nicht so häufig vor. Ich bin schon einige Male von meinem Arbeitsplatz bei der Gemeinde Wien weggefahren, um mein Blut zu spenden, weil es dringend gebraucht wurde“, erzählt der Mauerbacher. Der Arbeitgeber sei da sehr verständnisvoll. Was ihn freut, ist, dass er auch oft ein Schreiben erhält, an wen sein Blut gespendet wurde. „Das ist eine nette Geste, finde ich.“ Pollak selbst hat in seinem bisherigen Leben noch keine Blutspende gebraucht. „Allerdings kann jeder einmal in diese Situation kommen.“ Als Strapaze sieht er das Spenden nicht, „sonst würde ich es nicht machen“.

„Für mich ist das eine Selbstverständlichkeit. Ich kann Menschen helfen und außerdem wird auch mein Blut kontrolliert.“ Harald Pollak

Sein Blut spenden will Pollak übrigens „so lange es geht und man mein Blut will. Es gibt ja eine Altersbeschränkung.“ Derzeit ist er allerdings aufgrund eines Zeckenbisses gebremst. „Es wurde Borreliose festgestellt, daher darf ich erst wieder im kommenden Jahr Blut spenden gehen. Die Gesundheit des Patienten geht da natürlich vor. Aber dafür starte ich dann 2021 wieder voll durch“, meint er.

Auch seine Kinder sind bereits fleißige Blutspender, und bei der Mauerbacher Feuerwehr wird von den Kameraden ebenfalls regelmäßig Blut gespendet.

Fleißige Blutspender gab es auch während des Corona-Lockdowns, weiß Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter Wolfgang Uhrmann. Im ersten Halbjahr fanden sieben Blutspendeaktionen im Bezirk statt.

In der Region musste (wie berichtet) nur eine Firmenaktion aufgrund von Homeoffice abgesagt werden. „Alle anderen Aktionen haben planmäßig stattgefunden“, informiert der Rot-Kreuz-Bezirksstellenleiter.

Im Bezirk sei der Andrang zu den Blutspendeaktionen auch im Sommer groß. „Obwohl die Sommermonate aufgrund der hohen Temperaturen immer eine Herausforderung bleiben“, sagt Uhrmann. Heuer würden aufgrund von verstärkter Bewerbung und weniger Reisemöglichkeit viele Spender zu den Terminen kommen.

Umfrage beendet

  • Wart ihr heuer schon Blut spenden?