Immobilien-Unternehmerinnen nutzen ihre Synergien. Immobilien-Unternehmerinnen vernetzen sich nun auch fachlich. Etwa in der Wirtschaftskammer kooperieren sie bereits.

Von Monika Närr. Erstellt am 06. August 2020 (03:05)
Zahlreiche Immobilien-Frauen der Region fanden sich beim letzten Wirtschaftsbund-Frühstück zusammen: Nicolette Bründl, Ingrid Bründl, Renate Moser, Christina Moser, Gabriele Hajek, Karin Hohenwarter, Anja Kulinski und Isabel Hawlisch (v. l.).
Gerhard Glazmaier

Es war beim traditionellen Sommerempfang der Wirtschaftskammer im Vorjahr, als Karin Hohenwarter, Anja Kulinski und Christina Moser erstmals die zündende Idee kam: Die drei engagierten jungen Immobilien-Unternehmerinnen beschlossen, die Synergien ihres Wissens und ihrer Kontakte gemeinsam zu nutzen.

Nach dem Lockdown rief Karin Hohenwarter, Geschäftsführerin von Vyborny Immobilien, die Real Estate Ladies als WhatsApp-Gruppe ins Leben. Bei allen drei Frauen herrscht Aufbruchstimmung: Hohenwarter und Moser haben beide das Immobilienunternehmen ihrer Eltern übernommen, Kulinski ist erst seit wenigen Wochen die neue Stimme und Vorsitzende der Jungen Wirtschaft in der Wirtschaftskammer Purkersdorf.

„Es stärkt jede Einzelne, wenn Know-How geteilt wird.“ Astrid Wessely, Frau in der Wirtschaft, über Netzwerken.

Auch beim letzten Wirtschaftsbund-Frühstück Ende Juni trafen zahlreiche Immobilienfrauen aufeinander, und es entstand ein spontanes Foto: Neben den drei Initiatorinnen der Real Estate Ladies war von Makler-Seite noch Gabriele Hajek dabei, der Bereich der Hausverwaltung wurde von Nicolette Bründl und Isabel Hawlisch abgedeckt. All diese Frauen – und noch einige weitere – sind auch im Netzwerk der Wunderweiber Wienerwald zu finden. Deren Gründerin Eva Mader: „Von Beginn an waren die Immobilienfrauen der Region bei den Wunderweibern engagiert. Ihnen geht es sehr stark um Netzwerkpflege und wechselseitige Unterstützung. In Summe machen uns Netzwerke immer stärker.“

Und Frau in der Wirtschaft Astrid Wessely ergänzt: „Etwas Besseres kann nicht passieren, als dass Einzelunternehmerinnen ihr Know-how teilen. Das stärkt jede einzelne.“ Und zu den unterschiedlichen Funktionen der Netzwerk-Mitgliedschaften betont sie: „Bei Kammer und Wirtschaftsbund steht das Berufliche und Gewerbliche im Vordergrund, auch in die Politik hinein. Bei den Wunderweibern findet die gesellschaftliche Vernetzung mit Austausch und Tiefgang auf persönlicher Ebene statt.“ Diese Vernetzung der Netzwerke findet auch Anja Kulinski „eine Super-Idee, weil wir wirklich viele sind. Es ist eine gute Basis, auf diese Art auch die Zusammenarbeit im Immobilienbereich zu stärken“, so die Geschäftsführerin von Real Esthetiques.

„Austausch ist sehr, sehr spannend“

Und Christina Moser von Moser Immobilien meint: „Der Austausch untereinander ist sehr, sehr spannend. Wir haben alle unterschiedliche Zugänge innerhalb der Branche und lernen viel durch die Ansichten der Kolleginnen.“

Netzwerkerin Karin Hohenwarter sitzt hier neben einem Foto der von ihr mitgegründeten Vorstadtherzen im Gablitzer Kunst Keller ihres Vaters Josef Vyborny.
Monika Närr

Das bestätigt auch Remax-Associate Gabriele Hajek: „Ich werde im September beim ersten persönlichen Treffen unserer bislang virtuellen Gruppe dabei sein.“ Sie sieht einen großen Mehrwert letztlich auch für den Kunden: „Indem wir mehr zusammenwachsen, können wir auch erweiterte Leistungen zum Kunden bringen. Und der zufriedene Kunde empfiehlt uns wieder weiter.“ „Jedes Business ist heute hart“, weiß Karin Hohenwarter. Und betont den Mehrwert des entstehenden Immobilien-Netzwerks der Frauen: „Man kann sich nun bei Problemen beraten, zu denen andere die Erfahrung haben“, so die Obfrau der Hilfsorganisation Vorstadtherzen.