Corona bremste die Badegäste in der Region Purkersdorf

Trotz vielem Regen und zum Teil späteren Öffnungsschritten verzeichnen die Bäder in der Region ein Besucherplus. Die Zahlen liegen aber deutlich unter jenen der Vor-Corona-Zeit.

Nadja Büchler Erstellt am 15. September 2021 | 04:19
Wienerwaldbad in Purkersdorf
Das Wienerwaldbad in Purkersdorf besuchten in der heurigen Saison rund 36.600 Gäste. Überdurchschnittlich viele kamen im Juni.
Foto: Veraszto

Der Sommer neigt sich dem Ende zu – und somit auch die Badesaison. Alle drei Bäder in der Region Purkersdorf – das Wienerwaldbad in Purkersdorf, das Freibad in Gablitz und das Strandbad in Pressbaum – haben kürzlich ihre Türen geschlossen. Jetzt wird Bilanz gezogen.

Im Wienerwaldbad in Purkersdorf zeigt man sich mit der Saison durchaus zufrieden. „Wir hatten in Summe rund 36.600 Badegäste, geschuldet auch einem überdurchschnittlichen Monat Juni. Ab Juli sind die Zahlen zurückgegangen. Der August war aufgrund der Wetterlage katastrophal“, bilanziert Werner Prochaska, Geschäftsführer der WIPUR (Wirtschaftsbetriebe der Stadtgemeinde Purkersdorf).

„Der August war aufgrund der Wetterlage katastrophal.“ Werner Prochaska

Verglichen mit der vorjährigen Corona-Saison verzeichnet das Bad ein deutliches Plus – trotz späterer Öffnung im Mai. „Die Öffnungsschritte wurden zu spät kommuniziert, weshalb wir uns schließlich dazu entschieden, zwei Wochen später aufzusperren“, kritisiert Prochaska. Trotz allem war es eine gute Entscheidung, denn: „Die Wettersituation war schlecht, wir hätten auch drei Wochen später aufsperren können.“

Im Freibad in Gablitz gab es im Vergleich zur Saison 2020 ebenfalls ein Besucherplus: Rund 7.900 Personen waren im Bad zu Gast. Im vergangenen Jahr waren es nur knapp über 6.000. Corona trübt aber dennoch die Bilanz: Denn im Jahr 2019 gab es fast 9.000 Badegäste. „Man sieht also ganz klar, dass die Besucherzahlen und die Einnahmen unter denen eines ,Standardjahres‘ liegen, jedoch Gott sei Dank deutlich über dem Corona-Katastrophenjahr 2020“, sagt Bürgermeister Michael Cech und ergänzt: „Durch das schlechte Wetter und den häufigen Regen hatten wir auch überdurchschnittlich viele Schließtage, was sich natürlich auf die Einnahmen auswirkt.“

„Durch das schlechte Wetter und den häufigen Regen hatten wir auch überdurchschnittlich viele Schließtage, was sich natürlich auf die Einnahmen auswirkt.“

Besucher wegschicken musste man in der heurigen Saison nicht. „Wir kamen nie an die Kapazitätsgrenze und die Disziplin der Besucher war ausgezeichnet“, so der Ortschef. Im Pressbaumer Strandbad ist die Badesaison am 12. September zu Ende gegangen. Aufgrund der anhaltend warmen Temperaturen hat sich das Strandbad-Team dazu entschlossen, das Bad um eine Woche länger geöffnet zu halten. Die Verlängerung ist bei den Badegästen sehr gut angekommen. Der Juni war wie üblich wegen der zahlreichen Besuche von Schulklassen der stärkste Monat der Saison. Der Monat Juli gestaltete sich durchschnittlich, wohingegen die Besucherzahlen im August die niedrigsten seit der Eröffnung des neuen Bades im Jahr 2018 waren.

Das Angebot der Saisonkarte wurde dieses Jahr sehr gut angenommen. Großen Erfolg verzeichnete die wöchentliche und kostenlose Aquagymnastik. Diese wurde vom ASV Pressbaum im Rahmen des Projekts „Bewegt im Park“ angeboten. Selbst bei niedrigen Außentemperaturen konnte sich Trainerin Beate Reim auf die Anwesenheit ihrer, vorwiegend weiblichen, Kursteilnehmer verlassen. 13 Praktikanten unterstützten das Bademeisterteam bei seiner täglichen Arbeit und die Badesaison konnte ohne Rettungseinsätze abgeschlossen werden.