Margarita Misheva: „Ich mag mutige Kunden“. Margarita Misheva über ihre persönlichen und digitalen Netzwerk-Künste.

Von Monika Närr. Erstellt am 22. Juli 2019 (03:25)
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Margarita Misheva sieht die Digitalisierung wie sich selbst. „Ich bin wie guter Espresso: kurz – stark – wirksam.“ Und das sieht man der sprühenden und sprudelnden Doppelakademikerin auch an.

Margarita Misheva ist digitale Dienstleisterin, Webentwicklerin, Vloggerin (Video-Bloggerin), aber vor allem eine begnadete Netzwerkerin. Sie liebt soziale Medien, wirklich daheim ist sie aber in reellen Communities, von denen sie viele in der näheren Umgebung durch ihre frische Art belebt.

NÖN: Sie haben in Bulgarien ein Doppelstudium, Volkswirtschaftslehre und Grafik Design, absolviert und in Klagenfurt ihr Doktorat in Kommunikationswissenschaft abgeschlossen. Welches Kernbusiness üben Sie heute aus?
Margarita Misheva: Ich designe Websites primär für KMUs und EPUs . Ich liebe es, Kleinunternehmer digital fit und ihre wertvolle Arbeit durch Online-Präsenz sichtbar zu machen. Und ich arbeite gerne mit mutigen Kunden, die sich schnell und dynamisch dem Tempo der digitalen Welt anpassen. Das macht mir am meisten Spaß.

Wie würden Sie ihren Berufszugang bezeichnen?
Mein Berufszugang ist mein Lebenszugang. Ich liebe Veränderungen, lerne gerne, lache gerne. Ich spreche schnell und agiere auch so. Ich bin agil – deswegen ist digitale Transformation auch das Richtige für mich.

Monika Närr
Das Zentrum von Purkersdorf ist einer der Lieblingsplätze von Margarita Misheva. Hier legt sie eine gemütliche Pause im Schlosspark ein. Immer mit dabei: ihre digitale Ausrüstung.

Was genau meinen sie mit digitaler Transformation?
Im IT-Bereich muss man immer neugierig sein, Neues lernen, sein technisches Verständnis erweitern. Ich bin ein Weiterbildungs-Freak. So habe ich mich zuletzt unter anderem zur Digitalisierungsberaterin oder auch eCommerce und Social Media Beraterin zertifiziert.

Ihre Profession ist also zutiefst Passion für Sie?
Ja. Ich bin wie guter Espresso: kurz – stark – wirksam. Und genau so sehe ich auch die Digitalisierung.

Sie haben sich in ihrer Arbeit auch auf Wissens-Dienstleister spezialisiert. Wieso?
Ich baue seit zwei Jahren kontinuierlich eine Online-Bühne dafür auf. In Live-Videos stelle ich Interview-Partner vor, die authentisch über ihre Erfolge und Misserfolge mit digitaler Erfahrung berichten. Und wie ihnen die digitale Welt neue Geschäftsfelder und Chancen eröffnet hat.

Sie schreiben auch Blogs?
Ja, sowohl auf Online Podium als auch auf Look Online. Durch Blogs kann man seine Expertise zeigen. Das ist ein guter Wissensaustausch für mich.

Ich bin gerne unterwegs, lerne gerne neue Menschen kennen und sammle dabei spannende Informationen.

Wo immer man in unserer Region zu Netzwerk-Treffen geht, meist sind Sie mit dabei. Wie bereichert Netzwerken Ihr Leben?
Ja, das stimmt. Ob Wirtschaftskammer, Wirtschaftsbund, Frau in der Wirtschaft, die Wunderweiber Wienerwald - um nur einige stellvertretend zu nennen: Ich bin gerne unterwegs, lerne gerne neue Menschen kennen und sammle dabei spannende Informationen. Netzwerken ist für mich mit lernen verbunden. Gespräche, die nur leer sind, mag ich nicht. Und hier bei uns leben so viele wunderbare Menschen, mit denen ein Austausch immer bereichernd ist.

Ergeben sich durch das Netzwerken auch neue berufliche Aufgaben für Sie?
Natürlich, gerade auch hier. Für das Ladies Nettwork in Tulln, St. Pölten, Krems habe ich beispielsweise das Logo und den online Auftritt entwickelt. Dort bin ich auch Mitglied.

Ist das reelle Netzwerken für Sie ein Ausgleich zum digitalen Leben?
Ja, aber nicht nur. Netzwerke bringen sehr viel. Es ist ein langsamer, stetiger Prozess, sich hier sichtbar zu machen und in eine Vertrauensbeziehung mit anderen zu kommen. Man braucht auch Vertrauen, um Geschäfte zu machen.

Ihr Mann ist ebenfalls in der IT-Branche tätig, als Softwareentwickler. Wie verbringen Sie ihre gemeinsame Freizeit?
Zuhause machen wir viel Sport in der Natur und fahren mit dem Rad durch die Gegend. Wir gehen auch gerne in den Bergen wandern und reisen viel, zum Beispiel nach Griechenland ans Meer. Ich liebe auch mein regelmäßiges Yoga und Lesestunden.

Sie sind in Bulgarien aufgewachsen. Wie wurde Österreich zu ihrem Lebensmittelpunkt?
Bis 2002 lebte ich in Sofia. Davor hatte ich schon viele internationale Studentenwochen besucht und wollte einmal für längere Zeit im Ausland leben. Das führte mich zuerst für mein Doktoratsstudium nach Klagenfurt. Dort lernte ich meinen Mann, einen Ukrainer, kennen und lieben. Seit sieben Jahren wohnen wir im schönen Gablitz, ganz in der Nähe der Laabacher Schenke. Hier genießen wir nun unser gemeinsames Leben.