Erstellt am 24. Juli 2014, 08:49

1.400 Theatergäste. Obmann Michael Köck zog Bilanz: „,Die letzten Tage der Menschheit‘ waren unser schwierigstes und größtes Projekt.“

Vor der Pfarrkirche von Göstling an der Ybbs spielte das Theater Purkersdorf die Schlussvorstellung der auf wahren Quellen beruhenden Tragödie „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus.zVG  |  NOEN

PURKERSDORF/GÖSTLING / Nach einigen Anlaufschwierigkeiten kam die heurige Produktion ab der zweiten Aufführungswoche endlich in Schwung und sorgte zum Schluss hin für ausverkaufte Vorstellungen im Steinbruch Dambachtal.

Für Theater-Obmann Michael Köck war das Risiko einkalkuliert: „Als wir uns im Herbst für ,Die letzten Tage der Menschheit‘ entschieden, wussten wir, dass wir damit aufregen und unser Publikum polarisieren werden. Wir konnten aber an der 100-jährigen Wiederkehr des ersten Weltkrieges nicht einfach vorübergehen, da wir unseren Auftrag als Kulturbetrieb, aber auch als gesellschaftliche Aufgabe sehen.“

1.400 Besucher in Purkersdorf ließen sich auf die Anti-Kriegstragödie von Karl Kraus ein und wurden mit hoher Qualität belohnt. „Wir haben noch bei keinem Stück so viel positives Feedback über die Darstellung und Umsetzung bekommen wie bei diesem“, freut sich Michael Köck, der auch viele lobende Worte für Regisseur Manfred Cambruzzi findet: „Der Regisseur hatte mit diesem Stück eine enorme Aufgabe, da aus über zweihundert, von Karl Kraus verfassten Szenen eine Auswahl zu treffen und diese für die Bühne zu bearbeiten war, was ihm auch bestens gelungen ist. Etliche Monate probten wir Einzel- wie auch Massenszenen und mussten uns in die Charaktere der Figuren einarbeiten.“

Zum krönenden Abschluss wurde das Stück vorige Woche noch einmal in der Partnergemeinde Göstling an der Ybbs aufgeführt: „Die Thematik hat sehr tiefe Eindrücke beim Publikum hinterlassen und wir konnten nochmals viele Zuseher begrüßen“, so Köck.