Heinz Svejda geht in Feuerwehrpension. Svejda darf keine offizielle Funktion bei der Feuerwehr mehr bekleiden, ist aber weiterhin aktiv mit dabei.

Von Marlene Trenker. Erstellt am 18. Januar 2019 (04:54)
FF Tullnerbach
Abschnittskommandant Viktor Weinzinger, Kommandant Harald Zacek, Bürgermeister Johann Novomestsky, Vizebürgermeister Wolfgang Braumandl, Kommandant-Stellvertreter Markus Schletz und Roman Brunner bei der Versammlung der FF Tullnerbach.

Standing Ovations gab es bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Tullnerbach für Heinz Svejda.

Er blickt auf ganze 45 Jahre bei der Feuerwehr zurück. 20 Jahre davon war er Kommandant der Feuerwehr Untertullnerbach. Unter seine Amtszeit fiel auch die Zusammenlegung der Feuerwehren Untertullnerbach und Tullnerbach-Lawies. Was damals nichts Alltägliches war. „Es war erst die zweite Zusammenlegung in Niederösterreich“, erinnert sich Heinz Svejda.

Trenker
Heinz Svejda geht in die Feuerwehrpension.

Ganz reibungslos ist die Zusammenlegung damals nicht über die Bühne gegangen. Von Teilen der damaligen Ortspolitik war nämlich nicht viel Unterstützung seitens der Feuerwehr zu merken. Mit der Zusammenlegung entstand auch das neue Feuerwehrhaus. In 14 Monaten Bauzeit konnten die Kameraden mit ihren Fahrzeugen und Gerätschaften einziehen. „Ohne Leopold Haas und Rudolf Zacek, wäre das nie in dieser Zeit möglich gewesen“, ist Svejda noch immer sehr dankbar für die Hilfe. Der Sohn von Rudolf Zacek, Harald Zacek, ist heute Kommandant der Feuerwehr Tullnerbach.

Was Heinz Svejda damals zur Feuerwehr gebracht hat, ist seine soziale Ader. „Ich wollte in Not geratenen Menschen helfen“, erinnert er sich, über die Beweggründe sich freiwillig zu engagieren. Am meisten freut er sich über die Dankbarkeit in den Augen der Menschen, wenn nach dem Einsatz alles gut über die Bühne gegangen ist. „Es war immer schön zu sehen, wenn die Menschen dankbar waren, dass ihnen rasch geholfen wurde und nicht mehr passiert ist“, erinnert sich Svejda an vergangene Einsätze. Davon gab es in seiner Feuerwehrkarriere eine ganze Menge. Diese beläuft sich auf eine vierstellige Summe. In Erinnerung geblieben sind dabei der Hochwassereinsatz im Jahr 2002, wo Heinz Svejda 65 Stunden im Einsatz war. Auch das Zugunglück bei Himberg bleibt, bei dem er als einer von über 200 Feuerwehrleuten im Einsatz war, bleibt ihm in Erinnerung. Damals verunfallte ein Güterzug und es bestand höchste Explosionsgefahr.

Heinz Svejda blickt ganz sicher auf ein bewegtes Feuerwehrleben zurück. „Aber ich habe es immer gern gemacht“, so Svejda. Das Feuerwehrleben ist aber noch lange nicht vorbei. Denn der Ehrenkommandant, darf nur keine offizielle Funktion mehr bekleiden. Das hindert ihn aber nicht, noch aktiv bei Einsätzen oder sozialen Aktivitäten der Feuerwehr Tullnerbach dabeizusein. Eine davon ist der Reservisten-Stammtisch, den er im Juli 2017 ins Leben gerufen hat. Einmal im Monat treffen sich dabei die Reservisten im Feuerwehrhaus oder machen Ausflüge.