Müllmassen sorgen in Purkersdorf für Probleme. Auf einigen Plätzen in der Stadt hinterlassen einige Jugendliche Pizzakartons und Bierflaschen. Bürgermeister will eine Info-Kampagne in den Schulen starten.

Von Birgit Kindler. Erstellt am 21. August 2019 (04:16)
Elise Madl
Verärgert ist Bürgermeister Stefan Steinbichler über den Müll am Skaterplatz.

„So schlimm wie heuer war es noch nie“, ist Bürgermeister Stefan Steinbichler verärgert. Das Problem: Der Müll in der Stadt. Besonders jetzt in den Ferien sei es vermehrt zu unschönen Hinterlassenschaften. Hotspots sind die Kellerwiese, der Fürstenbergbrunnen, der Käfig beim Gymnasium, der Bad Säckingen-Steg und die Feihlerhöhe.

„Täglich muss der Müll ausgeleert werden, das ist den Bauhof-Mitarbeitern gegenüber einfach nicht fair“, betont Steinbichler. Auf den Tischen würden unzählige Bierflaschen und Pizzakartons herumliegen. „Auf den Bänken bei der Feihlerhöhe ist sogar Feuer gemacht worden. Das kann gefährlich werden. Der Wald ist schließlich gleich daneben“, warnt der Bürgermeister. Er versteht, dass die Jugendlichen einen Platz zum Treffen in den Ferien haben wollen. „Aber dann sollen sie ihre Hinterlassenschaften einfach wieder mitnehmen.“

„Auf den Bänken bei der Feihlerhöhe ist sogar Feuer gemacht worden. Das kann gefährlich werden. Der Wald ist schließlich gleich daneben

Neben dem Mehraufwand für die Arbeiter würden auch Mehrkosten entstehen. „Auf die Feihlerhöhe muss man zehn Minuten zu Fuß hinauf gehen. Wenn täglich entleert wird, dann sind das 50 Euro für zwei Arbeiter Mehrkosten pro Tag und 1.000 Euro im Monat“, rechnet Steinbichler vor. Als Folge würden auch die Routen der Bauhof-Mitarbeiter durcheinandergebracht werden. „Sie sehen sich nicht mehr raus.“

Als eine Maßnahme sei bereits ein eigener Pizza-Mistkübel gestaltet worden. „Der wurde gut angenommen, deswegen werden weitere produziert. Insgesamt fünf sollen im Ort aufgestellt werden“, sagt Steinbichler. Die Kosten für einen Mistkübel betragen zwischen 400 und 500 Euro. Steinbichler hat auch vor, eine Info-Kampagne in den Schulen starten.

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