Vösendorf

Erstellt am 08. März 2018, 05:25

von Christoph Dworak

Mauerbacher Impuls für Shopping City Süd. Matthias Franta kehrt wieder in die SCS zurück und will dort neue Akzente setzen. Er freut sich bereits auf die neuen Herausforderungen.

Matthias Franta (l.) geht wieder zurück in die SCS während Anton Cech ins Donauzentrum wechselt.  |  NOEN, Faruk Pinjo

Der Mauerbacher Matthias Franta kehrt wieder in die Leitung der Shopping City Süd (SCS) zurück. Er löst damit Anton Cech ab. Bei der Übernahme der SCS durch den französisch-niederländischen Immobilienkonzern Unibail-Rodamco war Anton Cech maßgeblich mit dabei, kurze Zeit später – 2008 – übernahm er auch die Position des Center Managers. Jetzt wechselt Cech in das andere Flaggschiff des Konzerns, ins Donauzentrum nach Wien.

Dafür kehrt Franta von Wien-Donaustadt in die SCS zurück. Cech bleibt weiterhin „Head of Center Management“ und verantwortet neben der operativen Leitung des Donauzentrums auch die Weiterentwicklung der Shopping City Süd. Nicola Szekely, Österreich-Chef von Unibail-Rodamco, will „mit dieser konzerninternen Jobrotation für beide Center neue Impulse schaffen und von der jeweiligen Expertise und Handschrift dieser erfahrenen Retailexperten profitieren“.

„Es gibt Dinge, die ich anders sehe, habe bei manchen Themen einen anderen Zugang und werde meine Linie gehen.“ Matthias Franta

Franta ist in der SCS kein Unbekannter, er hat unter Cech bereits als stellvertretender Center-Manager fungiert. Der 33-Jährige, Vater einer Tochter – und bald eines Buben – hat seine Jugend in Eichgraben und Wien verbracht, in Lancaster „Tourismus-Management“ studiert. „Durch Zufall“ sei er 2010 bei Unibail-Rodamco eingestiegen, erzählt er im NÖN-Gespräch: „Meine damalige Freundin – und jetzige Frau – hat mich auf ein Stelleninserat aufmerksam gemacht, wonach ein Eventmanager für die Mallvermarktung gesucht wurde.“

Er bewarb sich, erhielt den Zuschlag und war seitdem in der Shop-Vermietung, im Marketing und schließlich als Stellvertreter von Anton Cech tätig; vor drei Jahren wurde er mit der Leitung des „Donauzentrum“ – größtes Einkaufszentrum in Wien, österreichweit Nr. 2 nach der Shopping City Süd – betraut.

„Ein Riesenschritt für mich, es ist eine große Herausforderung"

Weshalb die neue Funktion „ein Riesenschritt für mich ist, eine große Herausforderung. Ich habe viel Respekt vor der Aufgabe, aber ich traue sie mir zu“, sagt der Mauerbacher. Auch wenn in der SCS in den vergangenen Jahren baulich sehr viel passiert sei, werde er sich nicht auf den Lorbeeren des Vorgängers ausruhen: „Es gibt Dinge, die ich anders sehe, habe bei manchen Themen einen anderen Zugang und werde meine Linie gehen.“

Er wolle sich – trotz 26 Millionen Besuchern, die sich im Vorjahr in der SCS tummelten – vor allem die Frage stellen: „Warum hör ich immer wieder von vielen Personen: ,In die SCS fahr ich nicht‘?“

Ergo wolle er unter anderem an der Parkplatzsituation, der öffentlichen Erreichbarkeit, der Familienfreundlichkeit feilen: „Ich denke, die Spielwiese zur weiteren Erhöhung der Attraktivität ist in den nächsten Jahren für mich riesengroß.“ Auch die Belebung des nicht zur Mall gehörenden „SCS Park“ gehört nach dem Aus von „Elektro Haas“ dazu. Fix ist, dass die französische Sportartikel-Kette „Decathlon“ einen Teil des Areals übernehmen wird, freut sich Franta auf einen neuen Mieter.