SPÖ fordert Lkw-Maut

Die SPÖ im Bezirk Bruck möchte den Schwerverkehr mittels Lkw-Maut zurück auf die Autobahn bringen. ÖVP winkt ab.

Erstellt am 06. Dezember 2021 | 05:04
Lesezeit: 2 Min
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SPÖ-Bezirksparteichef Rainer Windholz verwies auch auf die Maut-Petition seiner Partei.
Foto: Gerald Burggraf

Die Belastung durch den zunehmenden Schwerverkehr ist groß. Darüber sind sich alle Parteien einig. Wie man dem Herr wird, weniger. Die SPÖ forciert daher eine kilometerabhängige Lkw-Maut auf allen Straßen. Diese Forderung untermauerte der rote Bezirksparteivorsitzende Rainer Windholz in einer Pressekonferenz vergangene Woche einmal mehr.

„Die Menschen im Bezirk Bruck und unsere Umwelt leiden aufgrund des Lkw-Verkehrs durch Lärm und Staub“, betonte er. Zudem seien die Straßen in den Ortschaften für eine dauernde Belastung durch den Schwerverkehr nicht ausgelegt. Aus Windholz Sicht wäre die Lkw-Maut die Lösung und würde den Durchzugsverkehr wieder verstärkt auf die Autobahnen lenken. Doch die ÖVP blockiere auf Landesebene den roten Vorschlag, poltert der Landtagsabgeordnete.

ÖVP fürchtet Kostenabwälzung auf Kunden

Ins selbe Horn stößt auch Parteikollege Gerhard Razborcan. Er ist Verkehrssprecher der SPÖ im Landtag und will die Maut nicht als Angriff auf die Frächterlobby sehen. Das interpretiert man aber bei der ÖVP so, wie Landtagsabgeordneter Gerhard Schödinger erläutert. Und: „Die höheren Kosten für die Logistikfirmen würden auf die Konsumenten abgewälzt“, ist er überzeugt und bezeichnet die geforderte Mautlösung als „nicht durchdacht“.

Gleichzeitig nimmt er die Gemeinden in die Pflicht. Es entstünden schlicht zu viele Logistikzentren, auf Landesebene arbeite man daher an einem Projekt, bei dem dies in der Raumplanung stärker berücksichtigt wird.

Handlungsbedarf sieht SPÖ-Mandatar Gerhard Razborcan auch beim Pendlerverkehr. Hier brauche es mehr als das Klimaticket, allen voran „Park & Ride“-Anlagen. Einen diesbezüglichen blau-gelben Plan der ÖVP kritisiert er: „Das ist kein Plan, sondern nur eine Forderung an das Infrastrukturministerium für mehr Geld.“ Das streitet ÖVP-Pendant Gerhard Schödinger gar nicht ab, aber es sei schlicht das, was derzeit möglich wäre. „Um eine Lösung weg von der Straße hin zur Bahn zu schaffen, braucht es mehr Geld und die Mitfinanzierung des Bundes.“