Ordination in Schwadorf kurzfristig geschlossen. Ein Anruf bei Ärztin Claudia Ertl führte zu der Vorsichtsmaßnahme: Eine Patientin, die wenige Tage zuvor in der Praxis war, wurde positiv getestet.

Von Raimund Novak. Erstellt am 28. März 2020 (21:42)
Claudia Ertl ist bereits in wenigen Tagen wieder in Amt und Würden.
Raimund Novak

"Ich muss jetzt daheim bleiben und abwarten", schildert Ärztin Claudia Ertl im Gespräch mit der NÖN. Die Ebergassingerin musste kurzfristig ihre Ordination in Schwadorf schließen. Der Grund: Eine Patientin meldete sich telefonisch bei ihr und informierte sie darüber, dass sie positiv auf Covid-19 getestet wurde. Das Problem: Sie besuchte wenige Tage vorher die Praxis von Ertl. "Daraufhin musste ich meine Ordination schließen. Das ist aber nur eine Vorsichtsmaßnahme", stellt die Ärztin klar. Sie muss aus Sicherheitsgründen eine Woche zu Hause bleiben. Erst dann darf sie ihre Praxis wieder öffnen.

Ertl betont, dass am Vormittag (bis elf Uhr) zunächst die gesunden Patienten in der Ordination eintreffen. "Jene, die zum Beispiel nur eine Spritze brauchen." Erst danach behandelt die Ärztin die Krankheitsfälle. In den letzten Wochen hat sie mit ihren Patienten der älteren Generation, die normalerweise wöchentlich bei ihr sind, telefonisch Kontakt. "Sie sind vernünftig und bleiben zu Hause. Wirklich vorbildlich."

Ertl ist sich sicher - sollten alle Menschen eine gewissenhafte Hygiene betreiben - ist das Schlimmste bald überstanden. "Die Welt geht nicht unter. Und ich bin auch bald wieder da", fühlt sich die Ärztin gesund. Die Wiedereröffnung ist am Mittwoch, den 1. April geplant.