Müll-Sammelzentrum vor Start. In wenigen Wochen wird ein neues Wertstoffsammelzentrum errichtet.

Von Otto Havelka. Erstellt am 24. März 2019 (05:46)
Gemeinde Ebergassing/AWS
So soll das neue Wertstoffsammelzentrum aussehen. Anrainer fürchtenLärm- und Geruchsbelästigungen.

„Wertstoffsammelzentrum“ ist nicht nur ein sprödes Wort. Nach Ansicht einiger Zuhörer beim Bürgerforum am vergangenen Mittwoch ist es auch ein ebensolches Projekt.

In einem Monat soll mit dem Bau eines Sammelzentrums am Ortsrand von Ebergassing Richtung Wienerherberg begonnen werden. Spätestens im Herbst soll die Mist-Sammelstelle des Abfallwirtschaftsverbandes Schwechat (AWS) in Betrieb gehen. Denn dann wird auch der neue Kindergarten neben dem derzeitigen Sammelzentrum eröffnet. Und der soll nicht einen Mistplatz als Nachbarn haben.

„Eine gewisse Lärmbelästigung während der Öffnungszeiten ist möglich. Gestank durch Grünschnitt ist nicht zu befürchten.“ Amtsleiter Raimund Kindl

Für das neue Sammelzentrum hat die Gemeinde ein 11.000 m2 großes Grundstück hinter der ehemaligen Billa-Filiale gekauft. Auf dem ehemaligen Acker der Privatstiftung Marenzi soll neben dem Wertstoffsammelzentrum auch der Bauhof eine neue Bleibe finden.

Neben dem günstigen Grundstückspreis (12 Euro pro m2) darf sich die Gemeinde auch über einen kräftigen Zuschuss des AWS freuen: Von den Gesamtkosten in Höhe von 1,8 Millionen Euro bestreitet der AWS 1,7 Millionen.

Einigen Anrainer schmeckt das (längst beschlossene) Projekt allerdings nicht. Sie fürchten neben steigendem Verkehrslärm vor allem üble Gerüche, die die ihnen bei der Jause auf der Terrasse in die Nasen wehen könnten. Vor allem ein täglich zugänglicher Container für Grünschnitt könne für faulige Umluft sorgen, so die Befürchtung.

Amtsleiter Raimund Kindl versuchte zu beruhigen: Zwar sei eine „gewisse Lärmbelästigung während der Öffnungszeiten möglich“, Gestank durch die Grünschnittsammlung sei aber nicht zu befürchten, da der Container regelmäßig entleert werde. Darüber hinaus werde mit der Errichtung des neuen Bauhofs das Sammelzentrum vom nahen Siedlungsgebiet zusätzlich abgeschirmt.

Bis dahin wird es aber noch ein Weilchen dauern. Auch die Zufahrt zum Sammelzentrum wird vorerst provisorisch über einen Feldweg erfolgen. An seiner Stelle ist der Bau einer Straße geplant, über die auch eine Zufahrt zur „Herrschaftlichen Breite“ ermöglicht werden soll.

Unklar ist die Zukunft des Abfallsammelzentrums in Wienerherberg. Vorerst soll dieses jedenfalls geöffnet bleiben, versichert Kindl. Fix ist hingegen, dass das neu überdachte Sammelzentrum, in dem Müll bequem von befahrbaren Rampen in tiefer gelegte Container geworfen werden kann, zu den gleichen Öffnungszeiten wie bisher zugänglich sein und auch videoüberwacht wird, um etwa illegale Mistablagerungen kontrollieren zu können.