Schwechater Freibad öffnet am 29. Mai. Maximal 3.600 Besucher werden hineingelassen. Mehr Personal nötig.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 27. Mai 2020 (05:10)
Vizebürgermeister Christian Habisohn im Schwechater Freibad, das bereits seit Wochen fit für den Saisonstart ist.
Stadtgemeinde/Mladenov

Vor drei Wochen wollte Christian Habisohn noch nicht viel zu einer möglichen Freibad-Eröffnung am 29. Mai sagen. Dem für das Freizeitzentrum zuständigen Vizebürgermeister (SP) fehlten schlicht die Vorgaben der Bundesregierung, wie die Badesaison in Coronazeiten organisiert werden muss.

Diese Maßnahmen sind nun da, einem Badestart am Freitag steht damit nichts mehr im Wege – sofern das Wetter mitspielt. Ab dann gelten im Sommerbad bestimmte Regeln:

Die Besucheranzahl ist auf 3.600 beschränkt, das entspricht 10 m Liegefläche pro Gast. In Spitzenzeiten vor Corona zählt man maximal 4.500 Personen.

Die Wasserflächen sind ebenfalls limitiert. Im Sportbecken dürfen sich etwa maximal 175 Schwimmer befinden.

Im Wasser gelten Abstandsregeln von ein bis zwei Metern.

In den Toiletten und in den Garderoben gilt Maskenpflicht.

Die Rutsche und der Sprungturm öffnen nur wechselweise.

Vor allem im Hinblick auf die Abstandsregeln und die Maskenpflicht hofft Habisohn auf die Eigenverantwortung der Badefreunde. Während die Besucherzahl leicht zu kontrollieren ist, wird die Maximalanzahl im Wasser schon herausfordernder. Der Vizestadtchef vertraut hier auf die Erfahrung der Bademeister. „Sie können ganz gut einschätzen, wie viele Personen sich im Becken befinden“, weiß Habisohn.

Dennoch wird es zu Kontrollzwecken mehr Personal geben, natürlich auch im Reinigungsbereich. Das verursacht natürlich Mehrkosten, der Aufwand für eine coronagerechte Badesaison sind ungleich höher. „Ich rechne schon damit, dass die finanziellen Verluste höher ausfallen werden“, gibt der Vizebürgermeister zu. Dennoch stünde das Bad als Ort zum Ausspannen und der sportlichen Betätigung nicht zu Debatte. Auf der Einnahmenseite setzt die Stadt auf die gleichen Preise wie bisher. „Wir bieten ja auch die gleiche Leistung wie sonst auch“, betont Habisohn.