Maske vom Gesicht gerissen

Nach einem Disput mit einem Bundesheer-Helfer wurde ein 41-Jähriger am Flughafen Schwechat kurz ungehalten.

Erstellt am 28. November 2021 | 05:12
Lesezeit: 1 Min
440_0008_8239548_gre47gb_flug_maskeneklat_c_shutterstock.jpg
Für Richterin Lydia Rada war der Maskenvorfall eher eine Beleidigung als ein tätlicher Angriff. Foto: Shutter-stock-Sitthinon
Foto: Shutterstock-Sitthinon

Wegen eines tätlichen Angriffs auf einen Beamten musste sich ein 41-jähriger Unternehmer aus Wien am Landesgericht Korneuburg verantworten. Die Corona-Situation spielte eine wesentliche Rolle. Er hatte aus Ärger einem Helfer des Bundesheers die Maske vom Gesicht gezogen.

„Ich war ziemlich durch. Normal bin ich gelassener“, erzählte der Angeklagte von einer anstrengenden 19-stündigen Heimreise aus Südostasien. Wegen einer Operation war der Mann zu diesem Zeitpunkt noch nicht geimpft, weshalb er am Flughafen von seiner Familie separat kontrolliert wurde.

Als er an einem Kontrollpunkt ein Kärtchen herzeigen sollte, das ihm allerdings zuvor nicht ausgehändigt worden war, kam es zum Eklar. Anfangs entwickelte sich ein Streitgespräch zwischen dem 41-jährigen und dem Helfer (23). „Meine Nerven waren schon relativ blank, ich glaube aber nicht, dass ich ihn provoziert habe“, so der Angeklagte. Dass er dem Helfer die Maske kurz vom Gesicht gezogen hat, habe er aber nie bestritten.

„Das gehört sich einfach nicht. Es gab Beleidigungen gegen meine Person und ich habe es als Angriff auf meine Gesundheit gesehen, weil der Angeklagte die Maske nicht ordnungsgemäß getragen hat“, sagte das Opfer aus. Doch für Richterin Lydia Rada handelt es sich um einen Grenzfall und einer „nicht ganz unmenschlichen“ Reaktion. Das Urteil daher: Freispruch. „Für mich ist es eher eine Beleidigung. Sie wollten ihn lächerlich machen.“ Der 41-jährige Unternehmer war naturgemäß erleichtert.