15.000 Gäste besuchten Museum Marienthal

Das Museum Marienthal in Gramatneusiedl wurde im Jahr 2011 eröffnet. Seitdem besuchten tausende Gäste die Kultureinrichtung.

Erstellt am 13. Oktober 2021 | 05:47
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Professor Reinhard Müller von der Uni Graz, Ex-Ortschefin Erika Sikora, Obmann-Stellvertrerin des Kulturvereins Waltraud Milalkovits, Bürgermeister Thomas Schwab und Trumaus Bürgermeister Andreas Kollross. 
Foto: Max Stepan

Die Eröffnung des Museums Marienthal vor zehn Jahren sorgte mitunter für nationale und internationale Schlagzeilen. Die Marienthal-Studie von Marie Jahoda, Paul Lazarsfeld und Hans Zeisel aus dem Jahr 1933 zählt heute zu den Klassiker der Sozialforschung, das damalige Forscherteam untersuchte Auswirkungen von Langzeitarbeitslosigkeit auf die Menschen im Ort Marienthal.

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Andreas Kranebitter von der Universität Graz, Obmann Tibor Schwab und Waltraud Milalkovits hielten die Zusammenarbeit zwischen der Uni und dem Kulturverein vertraglich fest.
Max Stepan

Das Museum beleuchtet den Inhalt der Studie und die damaligen Ursachen und Folgen der Schließung der gleichnamigen Textilfabrik. Seit der Eröffnung 2011 durfte das Museum bereits 15.000 Gäste aus Österreich und der ganzen Welt begrüßen. Nun wurde vom Kulturverein „Museum Marienthal-Gramatneusiedl“, der für den Betrieb des Museums zuständig ist, zu einer Festveranstaltung im Gemeindezentrum anlässlich des zehnjährigen Jubiläums geladen.

Professor Reinhard Müller von der Universität Graz, der bei der damaligen Gründung des Museums mit einer Projektgruppe für die Gestaltung und Umsetzung verantwortlich war, betonte die harte Arbeit hinter dem Museum: „Die damalige Zusammentragung von Dokumenten über Marienthal war nicht leicht. Aber schlussendlich gab es genug Interessierte, die am Projekt mitgeholfen haben und so die Umsetzung Museum erst überhaupt möglich wurde.“

Auch internationales Interesse groß

Dass das Museum weiterhin Bedeutung genießt, unterstrich Kulturvereins-Obmann Tibor Schwab in seiner Festrede: „Wir freuen uns, dass das Museum noch immer soviel nationales, aber auch internationales Interesse auf sich zieht und freuen uns über die große Anzahl der Gäste.“ Die Veranstaltung wurde von Obmann-Stellvertreterin Waltraud Milalkovits organisiert, die sich ebenfalls über das breite Interesse freut: „Wir können über die letzten zehn Jahren eine sehr positive Bilanz ziehen und sehen, dass sich die Leute für das Thema interessieren.“ 

Das Museum ist übrigens täglich kostenlos von 8 bis 18 Uhr, auch an Sonn- und Feiertagen, geöffnet – die Eingangstür kann mit einer Bankomat- oder Kredit-Karte sowie einer e-card entsperrt werden.