Zeichen gegen Männer-Gewalt

Ein Protest gegen Gewalt an Frauen ließ am Freitag viele Gramatneusiedler auf die Straße gehen.

Erstellt am 02. Dezember 2021 | 04:48
Lesezeit: 1 Min
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Sylvia Schwab, Daniela Kretschmer, Friederike Kretschmer, Claudia Maier, Maria Kattavenos und Susanne Kronberger haben gemeinsam mit vielen Gramatneusiedler ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.
Foto: Max Stepan

Am sogenannten „Orange Day“ sind weltweit Menschen auf die Straßen gegangen, um auf Gewalt gegen Frauen aufmerksam zu machen. So wurde auch ein Zeichen in Gramatneusiedl gesetzt: Mit Kerzen und Plakaten wurde vom „Frauennetzwerk“ in der Gemeinde auf die bisherigen Frauenmorde in Österreich aufmerksam gemacht.

„Gewalt gegen Frauen ist ein Problem, das uns alle hier im Land betrifft. Österreich zählt leider zu den Spitzenreitern in Europa, wenn es um die Anzahl von häuslicher Gewalt und Morde an Frauen geht“, erklärte Friederike Kretschmer, die Initiatorin der Aktion. 

Insgesamt 29 Femizide (Tötung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts) gab es bisher in Österreich. Einer davon im direkten Umfeld Gramatneusiedls, als in Deutsch-Brodersdorf (Bez. Baden) ein Polizist seine Frau ermordet haben soll. „Als wir die Plakate gestalteten, waren es 27 Morde. In der Zwischenzeit hat sich die Zahl erhöht und wir mussten die Zahl auf unseren Plakaten ausbessern“, berichtete Kretschmer im NÖN-Gespräch.