Aufregung um Hundezone: Verfahren eingeleitet

Erstellt am 23. Juni 2022 | 04:53
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Manfred Braun mit Jelly, Bürgermeister Ernst Wendl und Johannes Mazur mit Amy hoffen auf den Erhalt der Hundefreilaufzone.
Foto: Gemeinde Himberg
Die Behörde überprüft derzeit, ob die Freilaufzone in Himberg bleiben kann. Bürgermeister Ernst Wendl kämpft für Erhalt.

Seit 2019 gibt es im Rückhaltebecken des Neubachs die Hundeauslaufzone. Für Bürgermeister Ernst Wendl (SPÖ), Initiator der Hundezone, eine „optimale Lösung“. Schließlich gebe es rund 350 Hunde in Himberg.

Es habe also viele Anfragen für eine zentral gelegene Freilaufzone, in der sich die Hunde ohne Leine bewegen können, gegeben. Als Absicherung des etwa 1.000 m² großen Areals wurde von der Gemeinde ein mobiler Bauzaun errichtet.

„Dieser Zaun kann im Falle eines Ansteigens des Wasserspiegels des angrenzenden Neubaches in kurzer Zeit (zwei bis drei Stunden) abgebaut werden. Die Hundefreilaufzone wird sehr gut angenommen und stark frequentiert“, betont Wendl, der daher umso konsternierter war, als die Gemeinde von der Bezirkshauptmannschaft aufgefordert wurde, die Freilaufzone bis 6. Juni zu entfernen.

Er habe sich die Hundefreilaufzone vor der Errichtung 2019 vom „zuständigen Leiter der Abteilung Wasserbau des Landes NÖ in einem mündlichen Gespräch genehmigen lassen“, betont Wendl. Eine schriftliche Genehmigung sei nicht nötig gewesen, weil die Anlage jederzeit abgebaut werden könne. Die Hundezone wurde also nicht binnen der geforderten Frist abgebaut.

Bürgermeister setzt sich für den Standort ein

Stattdessen habe Wendl bei der zuständigen Sachbearbeiterin der BH den Weiterbestand in der bestehenden Form eingefordert. Laut Wendl sehe auch der Nachfolger des mittlerweile pensionierten Abteilungsleiters des Landes NÖ kein Problem. Im Fall eines Hochwassers gebe es in der Regel mehrere Tage Vorlaufzeit. „Ich werde mich jedenfalls als Bürgermeister mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln für den Erhalt der Hundefreilaufzone einsetzen. Dieser Ort ist optimal gewählt, es gibt keine Anrainerbeschwerden und diese Zone wird von den Hundebesitzern sehr gut angenommen“, so Wendl.

Bezirkshauptmann Peter Suchanek erklärt auf NÖN-Anfrage, dass die Behörde von der Gewässeraufsicht die Mitteilung bekommen habe, die im Zuge einer Überprüfung der Hochwasserschutz-Anlagen auf die Hundezone aufmerksam geworden sei. „Also müssen wir uns das anschauen und haben ein Verfahren eingeleitet“, so Suchanek.

Aus seiner Sicht sei auch nicht ausgeschlossen, dass die Hundezone unter gewissen Auflagen bleiben könne. Bei dem Rückhaltebecken handle es sich aber um eine wasserrechtliche Anlage, das im Hochwasser-Fall „natürlich seine Funktion weiter ausüben können muss. Das Becken soll angrenzende Siedlungsbereiche schützen“, erklärt Suchanek, dass etwa geklärt werden müsse, wie schnell der Zaun im Ernstfall tatsächlich entfernt werden kann, und ob er andernfalls etwa für Verklausungen sorgen könnte. „Wir müssen uns das anschauen. Einiges kann man vielleicht auch mit Betriebsvorschriften regeln“, so Suchanek.