Prävention gegen die Fliegen. Mit einem Bündel an Maßnahmen soll eine Fliegenplage verhindert werden.

Von Otto Havelka. Erstellt am 04. April 2019 (04:18)
Schulmeister
SP-Bürgermeister Ernst Wendl und FCC-Betriebsleiter Johann Handler mit einem Sprühgerät zur Fliegenvernichtung.

Mit Beginn der warmen Jahreszeit sprießt in der Gemeinde auch die Furcht vor einer neuerlichen Fliegenplage. Denn das enorme Aufkommen der nervigen Insekten hat in den vergangenen Jahren immer wieder für Aufregung gesorgt.

Seit Herbst 2017 stehen Gemeindevertreter mit dem Betriebsleiter der FCC Austria Abfall Service AG, Johann Handler, in permanenten Gesprächen über dieses Thema. Das Entsorgungsunternehmen gilt als Hauptverursacher der jährlichen Fliegenplage.

Erste Erfolge konnten im Vorjahr erzielt werden. Außer an einem Wochenende im Mai war Frieden mit den Fliegen. Nun ist SP-Bürgermeister Ernst Wendl neuerlich bei FCC-Betriebsleiter Handler vorstellig geworden. Seitens des Firmenvertreters wurde versichert, sämtliche technische Vorkehrungen gegen eine Fliegenplage getroffen zu haben. Bei warmem Wetter in den nächsten Wochen wäre ansonsten wieder verstärkter Fliegenalarm.

"Geholfen hat bis dato nichts"

Wie im Vorjahr werden ab sofort die nackten Müllballen, bevor diese gepresst werden, mit dem Insektenvernichtungsmittel Äthanol der Firma Regema besprüht. Dies ist am Förderband ein automatischer Vorgang. Dadurch haben Larven keine Überlebenschance. Äthanol besteht aus 99 Prozent Alkohol und einem Prozent Pyrethrin (natürlicher Wirkstoff aus dem Stielansatz von Tomaten).

Zusätzlich werden die Müllballen nach der Folierung mit Insektenschutzmittel besprüht. Durch die Besprühung der Müllballen innen und außen mit Insektenschutzmittel haben die Fliegen keine Chance, wird versichert. Weiters werden die Ballen am Rübenlagerplatz noch zusätzlich mit einer mobilen Spritzanlage gegen Fliegen besprüht.

SP-Bürgermeister Wendl zeigt sich „erfreut, dass im Einvernehmen mit der Firma FCC diese Problematik gelöst werden konnte und dadurch diese Belästigung für die Bevölkerung hintangehalten wird“.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob damit tatsächlich eine Fliegen-Invasion gestoppt werden kann. Vor allem die Anrainer im Umkreis des FCC-Entsorgungsunternehmens sind skeptisch: „Man hat uns jedes Jahr Abhilfe versprochen. Geholfen hat es bis dato nichts“, klagt ein Betroffener.