Erstellt am 01. Mai 2015, 05:05

von Jopie den Dulk

Mutter-Dasein auf die Bühne gebracht. Kabarettistin Lydia Prenner-Kasper trat mit ihrem Programm „Muttitasking“ im Multiversum Schwechat auf.

Lydia Prenner-Kasper in Aktion. Sie beherrscht natürlich auch im musikalischen Bereich Bühne und Publikum.  |  NOEN, Den Dulk

Lydia Prenner-Kasper zeigte im Multiversum ihr zweites Programm „Muttitasking“. Ihr erstes Programm „Red net so schiach!“ war ein Riesenerfolg und machte sie quasi über Nacht populär. Aus gegebenen Anlass erklärte sich die Künstlerin zu einem kurzen Gespräch mit der NÖN bereit:

NÖN: So locker luftig, wie sich ihre Biografie offiziell darstellt, wird Ihr Leben wohl nicht verlaufen sein. Wo waren die Stolpersteine?

Prenner: Es ist mir in meinem Leben relativ gut ergangen. Ich war immer zur richtigen Zeit an den richtigen Orten. Die meisten Dinge sind mir passiert, ohne ganz große krampfhafte Anstrengung. Ich habe zwar immer meine Ziele verfolgt, aber ich hab mich nie wo reingekrampft.

Als Sozialpädagogin waren Sie ja völlig anderen Anforderungen vonseiten des Umfeldes ausgesetzt. Wie hat eben dieses Umfeld auf ihre neue Karriere reagiert?

Prenner: Damit hat keiner gerechnet.

Ist dieses Programm autobiografisch, oder Hörensagen?

Prenner: Zum großen Teil sind es eigene Emotionen, die ich auf die Bühne bringe. Ich glaube, das, was in mir selber entsteht, kann ich auch am glaubwürdigsten transportieren. Aber auch von Erzählungen guter Freunde, deren Emotionen ich in etwa nachempfinden kann. Es ist leichter, wenn man einen Bezug zu den Dingen hat, die man auf der Bühne spielt und verbreitet.

Wie lange haben Sie an Ihrem ersten Programm gesessen?

Prenner: Das musste ziemlich rasch gehen. Ich hatte als Jungkabarettisten Preis ein abendfüllendes Programm gewonnen, hatte aber nur für fünfzehn Minuten Material. Innerhalb von vier Monaten musste ich also ein entsprechendes Programm aus dem Boden stampfen. Um auszutesten, wie weit das Interesse an meinem Programm ging, habe ich beim ORF bei der „Großen Chance“ mitgemacht. Und ehe ich mich versah, war ich im Halbfinale und hatte ein Management und ein Jahr voller Spieltermine.

Funktioniert das zweite Programm ebenso gut, wie das erste?

Prenner: Dieses Programm ist bewusster gereift. Das ist jetzt ein Programm mit einem schönen roten Faden und einer Geschichte und einem Themenschwerpunkt. Es gibt keinen Beruf, wo Himmel und Hölle so nahe beieinander sind, wie in der Elternschaft.

Wann kommt das nächste Programm?

Prenner: Ende Jänner ist Premiere für das geheimnisvolle dritte Programm.

Unter welchem Titel?

Prenner: Bin gerade am feilen des Titels. Es ist auch das Programm noch nicht da. Das kommt dann immer relativ knapp und unter Druck. Und da am besten. Aber es entsteht lange schon im Kopf.

Dann sind wir jetzt einmal auf das neue Programm gespannt.

Prenner: Ich auch.