Schwechater AMS-Chefin Fälbl wechsel in Landeszentrale. Gabriele Fälbl übernimmt Leitung für Arbeitskräfte-Servic in NÖ. In Schwechat folgte ihr Eva Wienerroither.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 09. April 2020 (05:54)
Gabriele Fälbl wechselt aus Schwechatzum AMS NÖ.
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Eigentlich studierte Gabriele Fälbl Pharmazie, ein Praktikum beim Arbeitsmarktservice (AMS) vor 35 Jahren sollte ihrem Leben jedoch eine entscheidende Wende geben. Denn die Braustädterin verbrachte seither ihr gesamtes Berufsleben in der AMS-Geschäftsstelle in Schwechat.

„Vor dem Praktikum war das eigentlich kein Thema“, erzählt sie im NÖN-Gespräch. Auch wenn ihre Großmutter beim Arbeitsamt in Groß-Enzersdorf (Bez. Gänserndorf), wie das AMS damals hieß, gearbeitet hat. „Ich war immer eher an Naturwissenschaften interessiert“, verrät Fälbl. Beim AMS Schwechat arbeitete sich die heute 54-Jährige von der Berufsberaterin für Jugendliche bis zur Geschäftsstellenleiterin hinauf, Chefin war sie seit 2002.

Eva Wienerroither übernahm mit 1. Aprildie Leitungdes AMS Schwechat.
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Nun fängt für Fälbl ein neuer beruflicher Lebensabschnitt an. Mit 1. April übergab sie die Leitung an ihre bisherige Stellvertreterin Eva Wienerroither. Die in Rannersdorf aufgewachsene und in Schwechat lebende 53-jährige ist seit 1985 beim AMS und übernimmt in turbulenten Zeiten das Ruder. Alleine im März stieg die Zahl der Arbeitslosen im Raum Schwechat um 885 Personen oder über 42 Prozent (siehe Seiten 12 & 13).

Ihre Vorgängerin Fälbl wird mit 1. Jänner 2021 die Abteilung „Service für Arbeitskräfte“ beim AMS NÖ übernehmen. Damit kehrt die Schwechaterin inhaltlich zu ihren Wurzeln zurück. „Ich komme ja aus dem Bereich und kann mein Wissen einbringen“, erläutert sie. Der neue Posten sei eine „neue Herausforderung“, ihr Dienstort wird Wien sein.

Dass der Wechsel schon neun Monate vor ihrem eigentlichen Amtsantritt über die Bühne geht, war so geplant. „Ich hätte ein Organisationsentwicklungsprojekt sowie Schulungen für AMS-Mitarbeiter abhalten sollen. Durch die Coronakrise verschiebt sich das aber nun“, erklärt Fälbl. „Arbeitslos“ ist die nun ehemalige Schwechater AMS-Chefin aber nicht. „Ich arbeite derzeit im Bereich Kurzarbeit, wie die meisten unserer Mitarbeiter, mit“, berichtet sie.