Abstieg bringt neue Impulse. Über die SV Schwechat.

Von Christopher Schneeweiß. Erstellt am 15. Mai 2019 (03:54)

Am Freitag hatte man im Rudolf Tonn Stadion ein seltsames Gefühl. Nur 70 Zuschauer kamen, um sich das „Derby“ zwischen Mauerwerk und Schwechat zu geben. Für eine Ostliga-Partie ist so eine Zahl lächerlich. Aber in diesem Fall nicht überraschend: Der relativ neue Klub des FC Mauerwerk hat einfach keine Fanbasis in Schwechat. Und der Haus- und Hof-Klub der SVS hat seit Jahren damit zu kämpfen, die Schwechater Bevölkerung ins Oval zu bekommen.

So gesehen ist der Abstieg in die Wiener Stadtliga kein Fehler. Mit sportlichem Erfolg wächst in der Regel auch das Publikum. Da haben die Braustädter eine Spielklasse tiefer einfach mehr Chancen. Zudem können die Schwechater in der Stadtliga auch vermehrt eigene, einheimische Kräfte in die Mannschaft einbauen. Das fördert wiederum das Identifikations-Potenzial der Zuschauer mit den Kickern.

Die SV Schwechat steht vor einer großen Chance der Kehrtwende. Ein sofortiger Wiederaufstieg ist da gar nicht notwendig. Viel wichtiger ist es, eine hungrige, junge Mannschaft in der Stadtliga aufzubauen, die Erfolge schafft und damit dem Verein frisches Leben einhaucht.