„Ried“-Kreuzung soll entschärft werden. Gemeinderat fordert Maßnahmen im Kreuzungsbereich Mannswörther Straße und „Auf der Ried“.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 20. Februar 2019 (05:36)
Burggraf
Geht es nach der Schwechater Gemeindepolitik, soll die Kreuzung Mannswörther Straße und „Auf der Ried“ umgestaltet werden – beispielsweise zu einem Kreisverkehr. Zuständig ist aber das Land.

Ein „großes Unwohlsein“ ortet die Stadtregierung bei der Bevölkerung, wenn es um die Kreuzung Mannswörther Straße und „Auf der Ried“ geht. Vor allem der Schwerverkehr vom und zum Alberner Hafen sorge für Unbehagen bei den Autofahrern. „Im Vorjahr gab es auf der Kreuzung zwei Unfälle – davon einer mit Personenschaden“, berichtete die für Verkehrsangelegenheiten zuständige Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne).

Daher brachte Rot-Grün in der Gemeinderatssitzung am Donnerstag eine Resolution zum Thema ein. Darin wird Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (VP) aufgefordert, die Kreuzung baulich so zu verändern, dass „gute und direkte Sichtweiten sowie ein geringeres Geschwindigkeitsniveau das Sicherheitsgefühl der Fahrzeuglenker zufriedenstellen“. Die Stadtregierung stellt etwa die Möglichkeit eines Kreisverkehrs in den Raum. Dieser Idee kann auch Anrainer Walter Koch einiges abgewinnen. Er wettert seit Jahren gegen den Schwerverkehr auf dieser Strecke.

Im vergangenen Jahr gab es auf der Kreuzung zwei Unfälle – davon einer mit Personenschaden.“ Vizebürgermeisterin Brigitte Krenn (Grüne)

Laut Koch sei auch bisher stets die Bezirkshauptmannschaft (BH) das Problem gewesen. Dass die Gemeinde nun das Land kontaktiere, sei der richtige Schritt. Tatsächlich wurden verkehrstechnische Ansuchen seitens der Stadt bereits mehrmals abgelehnt.

Zuletzt wurde 2017 über eine Ampellösung diskutiert. Die BH wies diese Forderung nach einer Knotenstromzählung der Autos aber ab. Die Auslastung der Kreuzung sei schlicht zu gering, wurde damals argumentiert. Dass sich die Stadt nun an das Land wendet, wird an der Zuständigkeit der Bezirksbehörde aber nicht viel ändern, wie NÖN-Recherchen ergaben.

Denn Ansprechpartner ist und bleibt die Bezirkshauptmannschaft. Erst wenn diese die Notwendigkeit einer Maßnahme sieht, wird die Straßenabteilung der NÖ Landesregierung aktiv. Ob dann auch ein Kreisverkehr errichtet wird, entscheidet aber nicht die BH, sondern der NÖ Straßendienst, hält der stellvertretende Bezirkshauptmann Dominik Lappel auf Anfrage fest. „Für den Fall, dass eine Bewilligung nach dem NÖ Straßengesetz für die Errichtung eines Kreisverkehrs erforderlich ist, wird eine verkehrstechnische Beurteilung im Zuge dieses Bewilligungsverfahrens durchgeführt werden“, erklärt er.

Im Gemeinderat war man sich jedenfalls einig, alle dort vertretenen Parteien unterstützten die Resolution an das Land.

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