Einbruch in Apotheke zur Mittagszeit. Dreister Täter knackte Hintertür, aufmerksamer Mitarbeiter verscheuchte ihn.

Von Gerald Burggraf. Erstellt am 17. April 2019 (06:00)
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Apothekerin Gertrude Meixner zeigt die Tür, durch die der Einbrecher eindringen wollte.

Ausnahmsweise blieb Klaus Mayer für seine Mittagpause in der „Aktiv Apotheke“. Das Geschäft ist täglich von 12 bis 14 Uhr zu. Da der Mitarbeiter mit dem Fahrrad gekommen war, gab es auch am Parkplatz keine Anzeichen dafür, dass sich noch jemand in der Apotheke befindet.

Das dürfte einen dreisten Einbrecher dazu verführt haben, mitten am Tag in das Geschäftslokal von Apotheken-Inhaberin Gertrude Meixner einsteigen zu wollen. Gegen 12.30 Uhr hörte Mayer auf einmal verdächtige Geräusche aus dem Müllraum, der mit dem Hinterausgang zum Hausflur verbunden ist. Er stand auf, um nachzusehen. Plötzlich bewegte sich die Türschnalle. Der Apotheker fragt, wer da sei.

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Apothekerin Gertrude Meixner zeigt die Tür, durch die der Einbrecher eindringen wollte.

Dem Einbrecher dürfte klar geworden sein, dass sich auf der anderen Seite jemand befindet. Er trat nur einen Schritt ein und ergriff dann sofort die Flucht. „Wir haben aber an der Außentür eine Kamera, der Täter wurde gefilmt“, erzählt Gertrude Meixner der NÖN. Kurioserweise dürfte der Einbrecher nach seiner Flucht noch einmal zurückgekommen sein, möglicherweise, um ein Werkzeug zu holen. „Er war auf jeden Fall zwei Mal auf dem Video zu sehen“, berichtet die Apothekerin. Die Polizei wurde eingeschaltet, der Täter entkam jedoch.

Meixner ist ob der Kaltschnäuzigkeit des mit einer orangfarbenen Hose bekleideten Täters entsetzt: „Um 12.30 Uhr einbrechen zu wollen, ist schon dreist. Der Täter muss die Apotheke aber zuvor ausgekundschaftet haben. Gott sei Dank haben wir die Kameras.“