Velm: „Klein & Fein“ wird Landgasthaus „Jo“. Der ehemalige Koch des „Klein & Fein“ ist neuer Pächter des in den Konkurs geschlitterten Restaurants.

Von Otto Havelka. Erstellt am 31. Mai 2020 (05:11)
Eigentümerin Helga Stadlbauer mit Pächter und Neo-Wirt Josef Minarik: Dem ehemaligen „Klein & Fein“ soll als Landgasthof „JO“ neues Lebeneingehaucht werden.
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Am vergangenen Freitag gab es ein „Soft Opening“ für Stammgäste. Ab Mittwoch dieser Woche ist das einzige Gasthaus im Ort wieder offiziell geöffnet. Das ehemalige „Klein & Fein“, das mit Jahresbeginn wegen eines Konkurses der bisherigen Pächterin Manuela Schwarz zusperren musste, öffnet als Landgasthaus „JO“ wider seie Pforten.

Der neue Wirt kennt das Lokal gut. Es ist Josef Minarik, der schon seit elf Jahren als Koch im „Klein & Fein“ für die Gäste die Menüs zubereitete. Gemeinsam mit seinem Partner Ondrej Rehak – ebenfalls Koch – will er dem Dorfgasthaus neues Leben einhauchen.

„Ich wohne in Velm und kenne die Stammgäste“, ist Minarik überzeugt zu wissen, wie das Gasthaus im Ort wirtschaftlich überleben kann. Vorerst ist Sparsamkeit angesagt: Neben Minarik und Rehak sind nur die Kellnerin Mirka und aushilfsweise der ehemalige und nun pensionierte Kellner Harald an Bord.

Gepachtet wurden vorerst nur das Stammlokal und der vordere Gastgarten. Die Veranstaltungshalle sowie der große Garten dahinter – wo etwa Saxofonist Andrew Young seine Sommerkonzerte zu Besten gab – sind vorerst Tabu. „Wir starten einmal klein. Wenn es Anfragen für Veranstaltungen gibt, können wir auch erweitern“, lässt sich Minarik die Türe offen.

Eigentümerin Helga Stadlbauer ist mit der Wiederbelebung der Velmer Gaststube zufrieden. Sie hatte ja im Frühjahr angekündigt, das Lokal nur zu verpachten, „wenn es ein gediegenes Landgasthaus wird“ (die NÖN berichtete). „Herr Minarik garantiert eine gute Qualität des Essens, und ich habe Vertrauen zu ihm“, so Stadlbauer.

Ein bisschen Nostalgie schwingt auch mit: Ihre Eltern haben das Grundstück 1960 gekauft und ab 1967 als „Gemeindegasthaus“ verpachtet. „Das ist Tradition“, sagt Stadlbauer.