Streit um Kurzparkzone in Schwechat. Die ÖVP spricht sich nach wie vor für die Etablierung des Wiener Systems in der Stadt aus. SPÖ und Grüne sehen damit rechtliche Probleme und arbeiten an eigenem Modell.

Von Susanne Müller. Erstellt am 13. November 2019 (06:00)
Burggraf

Bereits dreimal habe die ÖVP im Gemeinderat Dringlichkeitsanträge zum Thema Kurzparkzone eingebracht, erinnerte VP-Gemeinderat Alexander Edelhauser daran, dass das Thema von der ÖVP schon lange verfolgt werde. Jedes Mal sei das Thema jedoch in den Ausschuss verlegt worden.

Dort wurde nun über den jüngsten VP-Antrag, das System der Wiener Kurzparkzone auch in Schwechat einzuführen, beraten. Kurz zusammengefasst würde dies Parkgebühren für alle bedeuten, auch in den Siedlungen. Das will die ÖVP jedoch insofern einschränken, als Bewohner der Stadt Parkpickerl bekommen sollen.

"Dieses System würde außerdem ein Mehr an Binnenverkehr erzeugen"

„Die Bewohner-Parkkarten sind jedoch daran gebunden, dass kein freier Parkplatz vorhanden ist“, erklärte SP-Bürgermeisterin Karin Baier, dass dieses System in Schwechat zur Folge hätte, dass die Siedlungsbewohner entweder auch zahlen oder zwangsläufig auf Eigengrund parken müssten. „Dieses System würde außerdem ein Mehr an Binnenverkehr erzeugen“, so Baier.

Edelhauser blieb dabei: „Wir halten das Wiener Modell für ein gutes. Es müsste natürlich in allen Stadtteilen gelten, weil es sonst zu einer Verdrängung kommen würde.“ Zudem verstehe er nicht, warum es in Wien funktioniere, in Schwechat aber nicht möglich sein solle.

Wie die beiden Seiten das Für und Wider argumentieren und worauf die Debatte in Schwechat hinauslaufen wird, das lesen in der Printausgabe der Schwechater NÖN oder im E-Paper.