Schwechater Pfarrheim neu eröffnet: Führungen statt großer Feier

Eingerissene Mauern, helle Räume und Archäologenfunde.

Erstellt am 25. November 2021 | 12:52

Am Sonntag lud die Pfarre Schwechat zu Führungen durch ihr neues Pfarrheim in kleinen Gruppen. Schon 2018 setzten sich die Pfarrgemeinderäte der Pfarrgemeinde Schwechat zusammen, um den dringend notwendigen Umbau ihrer Gemeinschaftsräume und des Pfarrbüros am Hauptplatz in die Hand zu nehmen. Im Fokus standen vor allem ein behindertengerechtes WC und die Barrierefreiheit aller Räumlichkeiten im Erdgeschoss.

Das Bauamt der Erzdiözese Wien prüfte die Substanz des Gebäudes und sendete Archäologen des Denkmalschutzes, um die Grundfesten der Urkirche an diesem Standort zu ermitteln. Im neuen Pfarrbüro befindet sich daher nun vor dem rechten Fenster ein im Boden eingelassenes Glas, von dem aus man noch einen Teil der Urkirche betrachten kann.

Die Pfarrgemeinderäte Josef Kluger und Jörg Rittmann sind beide im Baugewerbe tätig und waren daher beim Planen und bei der Umsetzung der Renovierung maßgeblich beteiligt. „Aber die Ideen zur Neugestaltung kamen von all unseren Ratsmitgliedern“, berichtete Kluger bei einer der Führungen durch das Pfarrheim. Mauern wurden eingerissen und alle dunklen Winkel eliminiert. Hell und frisch gekalkt präsentieren sich jetzt auf 124 m² miteinander verbunden: Küche, „Gwölbraum“, Mosaikraum und Jakobusraum. Weiters gibt es drei neue WCs (eines davon behindertengerecht) sowie auf 74 m² drei Pfarrbüros für Office, Pfarrer und Ehrenamtliche. Das ganze Erdgeschoss ist jetzt barrierefrei! Der Innenhof der Pfarre kann erst nach dem Winter fertig saniert werden. Als Spendenidee für die Renovierungskosten des neuen  Pfarrheims, verkauft die Pfarrgemeinde "Bausteine" aus Holz.