Nebenbuhlerin das Fahrzeug zerkratzt. Nur widerwillig gab 52-Jährige Sachbeschädigungen am Auto der neuen Freundin des Ex-Mannes zu. Schaden: Über 6.000 .

Von Jutta Hahslinger. Erstellt am 11. Mai 2019 (05:26)
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Laut einer Zeugin ist die Angeklagte aus dem Auto gesprungen, um das Fahrzeug des Opfers gelaufen und wieder weggefahren. Dabei hatte sie eine Kratzspur hinterlassen.

Tränen flossen bereits vor Prozessbeginn und zeugten vom Aufruhr der Gefühle bei der Beschuldigten. Emotionale Ausbrüche gab es dann auch beim Prozess. Dort leugnete die 52-Jährige unter Tränen zunächst beharrlich, das Fahrzeug der neuen Frau an der Seite ihres Ex-Ehemannes zweimal zerkratzt zu haben. Sie versuchte, den Richter mit Alibis zu den Tatzeiten von ihrer Unschuld zu überzeugen.

„Ich kenne die Frau und auch ihr Fahrzeug. Ich habe aus dem Fenster geschaut und gesehen, wie sie aus ihrem Wagen sprang, einmal um das geparkte Fahrzeug herum lief, und dann davon brauste“, erklärte eine Zeugin. Sie habe die Beschuldigte zu „100 Prozent erkannt“ und natürlich die Wagenbesitzerin u alarmiert, die dann die Bescherung sah. Zur wild gestikulierenden 52-Jährigen meinte die Zeugin: „Sie brauchen gar nicht den Kopf schütteln. Sie waren es.“

Dramatisch aufschluchzend blieb diese jedoch bei ihren Unschuldsbeteuerungen. „Wir haben uns zufällig getroffen und da hat sie mich beschimpft und mir Ungemach angekündigt. Zwei Wochen später war mein Auto da erste Mal zerkratzt“, erzählte das Opfer. Nach belastenden Zeugenaussagen und mahnenden Worten von Richter Manfred Hohenecker lenkte die Beschuldigte schließlich zähneknirschend ein: Sie gab die Sachbeschädigung zu und wurde zur Zahlung von 1.000 Euro verurteilt. Weiter muss sie für den entstandenen Schaden in Höhe von mehr als 6.000 Euro aufkommen.