„Juster“ heißt das neue Kellerberglokal. Kaminstubn-Besitzer Franz Webora baute das ehemalige „Landeplatzl“ komplett um. Am Freitag hat er aufgesperrt.

Von Brigitte Wimmer. Erstellt am 23. Mai 2020 (05:24)
Stolz präsentierten Franz Webora, seine Lebensgefährtin Christine Salát und Tochter Anna letzten Freitag das neue Lokal am Kellerberg. Aus einer einfachen Weinschenke wurde ein modernes Restaurant.
Brigitte Wimmer

Ein neues Wirtshaus, der „Juster“, eröffnete am 15. Mai mit typisch österreichischer Küche und modernem Ambiente am Kellerberg in Schwechat. Franz Webora – er ist auch Betreiber der Kamin stubn in Mannswörth – erwarb schon 2015 das ehemalige „Landeplatzl“ in der Kellerbergstraße.

Die alten Weinkellergewölbe ließ der Gastronom renovieren und die ganze Front abreißen und von einem italienischen Architekten im modernen, hellen Stil in Eichenholz mit neuer Küche aus Stahl und großzügigen WC Anlagen planen. 2019 startete der gebürtige Schwechater mit den Bauarbeiten für den „Juster“. Das neue Gasthaus trägt den Namen von Weboras Großvater mütterlicherseits.

Den Opa Juster war ein sehr bekannter Schrottplatzbesitzer im Mannswörth der 1950er-Jahre, dessen Betrieb sich auf dem jetzigen ÖAMTC-Gelände befand. Juster lieferte auch das Altmetall für die erste Schillingprägung Österreichs. Ein prächtiges Schwarz-weiß-Porträt des bekannten Großvaters hängt in der Stammtischnische des neuen Lokals.

Auf etwa 360 m² können nun seit letzten Freitag (mit Rücksicht auf die Corona-Maßnahmen) Backhenderl, Schweinsbraten, aber auch Brokkoli-Auflauf und warmer Apfelstrudel mit Vanillesoße bestellt werden. „Unser Ziel ist es, gute Küche zu leistbaren Preisen anzubieten“, freut sich der Wirt gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin Christine Salát. Zur Eröffnung des Restaurants spielte das Wetter aber nicht mit, denn die rund 500 m² große Gasthausterrasse mit alten Kastanienbäumen lädt auch dazu ein, sich im Freien zum Essen und Trinken zu treffen.

Das Service- und Koch-Team des „Juster“ besteht zurzeit aus acht Personen, davon wurden kurzfristig auch Arbeitskräfte aus der Kaminstubn abgezogen. Sobald das Wirtshaus aber im Vollbetrieb ist, benötigt Webora noch einen Koch mehr, in seinem Team. „Bewerbungen sind willkommen“, betont der Gastronom.