Sommerbad von Normalität weit entfernt

Die Besucherzahl im Sommerbad Schwechat lag mit 50.300 knapp über 2020. Großes Lob gibt es für den neuen Kantinen-Betreiber.

Erstellt am 14. Oktober 2021 | 05:14
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Gastro-Betreiber Michael Sicha mit Mitarbeiterin Marina Auer in der Kantine im Hallenbad, die seit rund einem Monat geöffnet ist.
Foto: Gerald Burggraf

Bis auf die nach wie vor geltende 3G-Regel hätte es heuer im Sommerbad eine fast normale Saison werden können. Hätte – denn auf die reinen Zahlen heruntergebrochen, war man davon weit entfernt. Mit rund 50.300 Besuchern kamen zwar um etwa 1.700 Badefreunde mehr als im Vorjahr, im Vergleich zu Vor-Pandemiezeiten mit rund 66.000 Besuchern war es dennoch eine schwache Saison.

Vor allem bei den Tagesgästen musste man Abstriche machen, wie Vizebürgermeister Christian Habisohn (SPÖ) im NÖN-Gespräch bestätigt. Dafür kamen die Schulen wieder vermehrt ins Bad, vor allem im Juni. „2020 durften sie ja nicht“, erinnert Habisohn. Zufrieden zeigt sich der für das gesamte Freizeitzentrum zuständige SPÖ-Politiker mit dem Saisonkartenabsatz. „Insgesamt wurden 829 Saisonkarten verkauft. Deren Besitzer waren auch rund 13.300 Mal im Sommerbad“, berichtet er.

Wirklich überrascht zeigt sich Habisohn ob der mäßigen Saison aber nicht. Einerseits bezieht er sich auf das oftmals schlechte Wetter im Sommer, vor allem im August, und andererseits die Test-Pflicht. Das habe wohl vor allem Jugendliche von einem Bad-Besuch abgehalten. Aus finanzieller Sicht hat die Stadtgemeinde jedoch „eine Punktlandung“ hingelegt. So waren im Budget 2020 einnahmenseitig 180.000 Euro vorgesehen, der Rechnungsabschluss für das vergangene Jahr weist exakt 179.977,19 Euro aus.

Positives Feedback für neuen Kantinen-Betreiber

Erfreut zeigt sich der Vizebürgermeister zudem mit den Rückmeldungen zur neuen Kantinen-Führung. Seit Oktober 2020 ist der ehemalige „Tyroler Stubn“-Wirt Michael Sicha Gastroverantwortlicher im Freizeitzentrum. „Vor allem zur Auswahl der Speisen, der Qualität und dem freundlichen Auftreten gab es viel positives Feedback“, weiß Habisohn. Dass die Kantine gut angenommen wurde, bestätigt auch Sicha selbst im NÖN-Gespräch.

„Wir haben viel Lob bekommen“, freut er sich. Dass die Besucherzahlen nur mäßig waren, trübt natürlich die Bilanz ein wenig. „Es war ein sanfter Einstieg“, umschreibt es Sicha diplomatisch. Doch vom Ablauf her habe in der ersten Saison im Grunde alles gut funktioniert – „damit sind wir sehr zufrieden“.

Allerdings geht es sich heuer aus finanzieller Sicht gerade einmal aus. „Alle für nächstes Jahr geplanten Investitionen muss ich auf 2023 verschieben“, betont er. Seit 14. September wechselten Sicha und sein Team in die Hallenbad-Kantine. Dort sind die Besucher aber eher rar, wie auch Vizestadtchef Christian Habisohn zugibt.