Druck für Umfahrung in Fischamend. Mit Unterschriften soll Umsetzung der B60-Umfahrung beschleunigt werden.

Von Stefanie Cajka. Erstellt am 21. September 2019 (04:21)
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Zahlreiche Personen unterschrieben bereits. Im Bild: Bürgermeister Thomas Ram (r., Liste RAM) mit SP-Altbürgermeister Johann Besin.

Bereits seit geraumer Zeit ist die geplante Umfahrung der B60 ein Thema. Diese soll Gemeinden wie Fischamend, Kleinneusiedl, Enzersdorf, Schwadorf oder Götzendorf entlasten (die NÖN berichtete). Nun will Fischamends Bürgermeister Thomas Ram (Liste RAM) mit einer Unterschriftenaktion Druck machen, um die Umsetzung zu beschleunigen.

„Es geht darum, dass das Projekt in die Gänge kommt und schneller realisiert wird“, so Ram. Er erhoffe sich von der Umfahrung eine Entlastung des Ortsgebiets. Ziel wäre es, den Durchzugsverkehr komplett zu minimieren, insbesondere in den besonders betroffenen Straßen (z.B. der Kleinneusiedler Straße oder der Enzersdorfer Straße).

Ram zufolge gäbe es viele Beschwerden vonseiten der Anrainer: „Die Leute, die an diesen Durchzugsstraßen sind, leiden natürlich besonders.“

350 Unterschriften am Wochenende gesammelt

Die Aktion scheint bei der Bevölkerung durchaus Anklang gefunden zu haben. Unterschreiben kann man am Gemeindeamt sowie bei verschiedenen Veranstaltungen. Allein am Wochenende wurden am Markt, beim Erntedankfest sowie einem Jugendfußballturnier rund 350 Unterschriften gesammelt.

„Man sieht, das ist keine Aktion rein von mir, sondern das trägt die ganze Bevölkerung mit“, erklärt Ram. Eine aktuelle Zahl der Unterschriften könne er momentan noch nicht nennen, da sich Personen zum Teil Listen organisiert haben, die sich derzeit noch im Umlauf befinden. Seit dem Start der Unterschriftenaktion zu Beginn letzter Woche habe man in Fischamend aber seines Wissens nach bereits rund 800 Unterschriften gesammelt. „Das ist schon ein sensationelles Ergebnis“, zeigt sich Ram erfreut.

Für die Aktion will sich der Stadtchef auch mit den Bürgermeistern der anderen betroffenen Gemeinden in Verbindung setzen und ihnen die Unterschriftenlisten zur Verfügung stellen. Enzersdorf und Schwadorf seien ihm zufolge bereits dabei, selbst Unterschriften für die Aktion zu sammeln. „Parteipolitik spielt keine Rolle und Gemeindegrenzen auch nicht“, hält Ram im Gespräch mit der NÖN fest.

Die Unterschriftenaktion soll noch bis Ende Oktober laufen, danach sollen die Listen bei Besprechungen vorgelegt werden. „Damit die Landesverantwortlichen sehen, wie wichtig das Thema ist“, so Ram.

Sein Ziel wäre es, dass es noch vor Weihnachten zu einem Landtagsbeschluss bezüglich der Umfahrung kommt. Dieser würde den Startschuss für die Umsetzung geben. „Den braucht man, um in die Gänge zu kommen“, führt Ram aus.