Amstetten

Erstellt am 06. März 2018, 02:22

von Ingrid Vogl

Fight Night: Nach Schleudertrauma zum Titel!. Thomas Raffetseders EM-Kampf endete für den Lokalmatador vorzeitig. Julia Freinberger und Adam Serbiev konnten ihre Kämpfe bei der Fight Night hingegen gewinnen.

„Das Niveau war heuer extrem hoch. Da waren einige dabei, die wie Profis gekämpft haben“, strahlte Organisator Christian Pfannhauser, der nach seinem schweren Autounfall von Martin Freudenschuss tatkräftigst unterstützt wurde, am Tag nach der Amstettner Volksbank Fight Night. Hunderte Besucher waren am Samstag wieder nach Greinsfurth geströmt, um zehn hochkarätige Kämpfe (K1, Boxen, Sanda und Thaiboxen) mitverfolgen zu können.

Raffetseder warf das Handtuch

Im Mittelpunkt standen natürlich die Lokalmatadore des KSC Energy Fitness Amstetten, von denen einer, nämlich Jonathan Debrah, den Abend gleich mit einem Sieg eröffnete.

Auch Adam Serbiev trug sich bei seinem ersten Auftritt bei der Fight Night in die Siegerliste ein. Der ehemalige Ringer überzeugte im Sanda-Kampf gegen Raiko Raikov (Fighthing Arts Wieselburg) vor allem mit seinen Würfen. „Das ist seine Spezialität. Das kann er“, war Christian Pfannhauser voll des Lobes.

Um den internationalen österreichischen Meistertitel ging es im Lowkick-Kampf von Julia Freinberger. Und es war ein besonderer Kampf für die 25-Jährige, denn durch den Autounfall mit Christian Pfannhauser im Dezember, bei dem sie ein Schleudertrauma und Prellungen am ganzen Körper erlitten hatte, war eine zweimonatige Trainingspause zu verdauen.

„Ich war extrem nervös. Das hat sich aber mit der ersten Sekunde gelegt und dann war ich so ruhig wie noch nie vorher bei einem Kampf“, erklärte Freinberger. Sie setzte sich gegen Celina Parzer klar mit 3:0 durch.

Weniger gut erging es Thomas Raffetseder in seinem EM-Titelkampf im K1 bis 60 Kilogramm. Er traf mit dem in der Steiermark lebenden Afghanen Mahdi Amadhi auf einen übermächtigen Gegner.

Der Lokalmatador begann gut und hatte in der ersten Runde einige gute Treffer zu Buche stehen. In der zweiten Runde kassierte er aber einen schmerzhaften Treffer auf das Schienbein. Er war dadurch in seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt und ging nach harten Treffen mehrmals zu Boden. In der dritten Runde warfen seine Betreuer dann das Handtuch.