Lauffest für guten Zweck in Amstetten. Der dritte Kinderhilfelauf in Amstetten sorgte für große Teilnehmerzahl.

Von Raimund Bauer. Erstellt am 01. Oktober 2019 (02:13)

Es war wieder einmal die erhoffte „Win-Win-Situation“. Rund 1.400 Athleten liefen für den guten Zweck und sorgten bei sich selbst für die Fitness. Und auch Geld wurde für das Hilde Umdasch Haus in Amstetten gesammelt. „Jeder einzelne Euro ist für uns wichtig, um den Kindern im Hilde Umdasch Haus eine professionelle Pflege zu gewährleisten“, freute sich Leitern Petra Helmich.

Und die Sportler gaben dem Spendenaufruf auch nach. Bereits bei den Kinder- und Jugendläufen waren zahlreiche Youngsters am Start und liefen eine bzw. zwei Runden im Umdasch Stadion. Vor allem die Amstettener Schulen sorgten für eine große Anzahl an Läufern. Zu Mittag folgte der erste Hauptlauf über fünf Kilometer. Und da durfte sich einer der Mitorganisatoren freuen. Daniel Punz, der mit Reinhard Gruber im Organisationsteam sitzt, lief auf den ersten Rang und war mit 16:55 Minuten lediglich zwei Sekunden hinter der Rekordzeit.

„Vielleicht sollte ich jedes Mal einen Lauf organisieren. So habe ich sechs Stunden aufgewärmt.“Daniel Punz, Sieger über fünf Kilometer

Dennoch war der Erfolg eine kleine Überraschung. „Mir ist einfach alles aufgegangen. Solche Tage gibt es. Vielleicht sollte ich jedes Mal einen Lauf organisieren. So habe ich sechs Stunden aufgewärmt“, nimmt es Daniel Punz mit einem Lächeln. Dabei hing er sich in der zweiten Runde zunächst noch an Vereinskollegen Christof Leitner an. „Er hat mich eigentlich zum Sieg gepusht“, erklärte Punz. Hinter Daniel Punz und Christoph Leitner landete Klemens Oberleithner von den RATS Amstetten.

Bei den Damen gewann Franziska Füsselberger, die nach der ersten Runde noch hinter Youngster Katharina Götschl lief. Doch Füsselberger hatte mit den warmen Temperaturen zu kämpfen. „Außerdem war ich unter der Woche krank. Aber im Vordergrund steht nicht die Zeit, sondern der gute Zweck. Daher bin ich auch mit der Leistung zufrieden“, erklärt Franziska Füsselberger.

Katharina Götschl und Nicole Prauchner landeten auf den weiteren Plätzen. Besonders auch: Die gesamte Kampfmannschaft des SKU Amstetten inklusive Trainer Jochen Fallmann und Peter Zeitlhofer nahm die fünf Kilometer in Angriff. „Wir haben als Verein auch eine Verpflichtung und unterstützen solche Veranstaltungen. Dafür haben wir am Samstag nicht trainiert“, erklärt Fallmann. Zusätzlich nahm eine Abordnung der Amstettner Feuerwehr die fünf Kilometer mit der Atemschutzausrüstung auf sich. An die 50 Kilogramm zusätzlich schleppend die Florianijünger über die fünf Kilometer und kamen dennoch unter einer Stunde im Ziel an.

Über die zehn Kilometer war Rainer Predl eine Klasse für sich. Der Ausdauersportler hat bereits einige Wüstenläufe hinter sich, sodass die spätsommerlichen Temperaturen dem Sieger nichts ausmachten. Er gewann vor Freidrich Putz und Hanns Bühringer in 35:18 Minuten. Domenik Viziani (St. Peterer Meilenläufer) und Johannes Freudenthaler (A3 ATUS Amstetten) verpassten um nur zwei Sekunden einen Stockerlplatz. Bei den Damen war Ulla Obereigner vom LCA Umdasch Amstetten siegreich.

Konkurrenz klar hinter sich gelassen

Sie kam nach 41:54 Minuten ins Ziel und nahm der nächsten Konkurrentin Claudia Spindelberger über zwei Minuten ab. Auf dem dritten Rang landete Heide-Maria Füsselberger. Gleichzeitig zum Hauptlauf gingen auch die Meisterschaften der Menschen mit Behinderung über die Bühne. Insgesamt 22 Athleten nahmen die Herausforderung an. Über die zehn Kilometer war Ronald Plank mit 36:55 Minuten am Schnellsten unterwegs. Über die fünf Kilometer war Martin Flach mit 21:36 Minuten am schnellsten im Ziel.

„Es ist alles perfekt gelaufen. Der dritte Kinderhilfelauf war wieder ein Fest. Auch das Wetter hat mitgespielt und für gute Stimmung unter allen Teilnehmern und Zuschauer gesorgt“, freut sich Mitorganisator Reinhard Gruber.